"Mädchen mit Brotlaib".
Öl auf Lwd., auf Mkt.,
bez. "Anker" u.r.,
30x20,5 cm
Provenienz: Privatbesitz Konolfingen.
Ausstellung: Anker-Ausstellung, Konolfingen, 2. - 23. Mai 1954, Nr. 62.
Literatur: Max Huggler/Hugo Wagner/Katalin von Walterskirchen, Albert Anker. Katalog der Gemälde und Ölstudien, Bern 1962, Nr. 524 (mit Abbildung); Sandor Kuthy/Therese Bhattacharya-Stettler, Albert Anker. Werkkatalog der Gemälde und Ölstudien, Basel/Bern 1995, S. 260, Nr. 625 (mit Abbildung).
Schon während seiner Schulzeit nahm Albert Anker privaten Zeichenunterricht und begann 1851 auf Drängen des Vaters hin ein Theologiestudium in Bern, das er jedoch bereits nach zwei Jahren wieder abbrach. Im Folgejahr zog er nach Paris, um sich zum Maler ausbilden zu lassen. Hier erhielt er Unterricht vom Schweizer Klassizisten Charles Gleyre, und 1855-1860 besuchte er Kurse an der Ecole Impériale et Spéciale des Beaux-Arts. Ab 1856 war er regelmässig in den Turnus-Ausstellungen des Schweizerischen Kunstvereins vertreten, seit 1859 auch im Pariser Salon, wo er 1866 eine Goldmedaille gewann. Im gleichen Jahr nahm er seine Tätigkeit für die Fayencefabrik der Gebrüder Deck auf. Die Sommermonate verbrachte er in Ins, die Wintermonate in Paris. In den 1880er Jahren unternahm er mehrere Italienreisen. Im Mai 1890 gab er seinen Pariser Wohnsitz auf und begann kurz darauf, im Auftrag des Neuenburger Verlegers Frédéric Zahn Illustrationen zu dessen Gotthelf-Ausgabe zu schaffen, eine Arbeit, die ihn jahrelang in Anspruch nehmen sollte. Im September 1901 erlitt er einen Schlaganfall, der seine rechte Hand weitgehend lähmte. Anker gilt als einer der bedeutendsten Schweizer Maler des 19. Jahrhunderts.
Bildnisse von Kindern kommen in Albert Ankers Oeuvre oft vor, jedoch selten mit Brotlaiben (vgl. Kuthy/Bhattacharya-Stettler, Nrn. 308 und 376). Beim vorliegenden Werk dürfte es sich um eine Studie zu einem verschollenen Gemälde handeln.
| Estimation | CHF | 95'000 |
| EUR | 104'395 | |
| USD | 118'750 | |
| Adjugé | CHF | 100'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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