"Vision".
Öl auf Lwd., sig. u. dat. (19)03 u.l., verso a. Künstler-Etikette bez. "Morgen vor dem Gelübte",
214x133 cm
Stellenweise etwas Craquelé.
Provenienz: Galerie Neupert, Zürich, Nr. 3420.
Ausstellungen: Pfälzischer Kunstverein, Speyer, Nr. 153; Leipziger Kunstverein, Nr. 5938; Süddeutscher Turnus, Nr. 357.
Literatur: Paul Hilber, Hans Bachmann. Leben und Werk des bedeutenden Schweizer Malers, Zürich 1949, S. 132, Nr. 317 (mit ganzseitiger Abbildung).
Hans Bachmann studierte in den 1870er Jahren an der Düsseldorfer Kunstakademie. Mit ländlichen Genresujets hatte er grosse Erfolge. So wurde er 1887 in London und 1895 in Berlin jeweils mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Um 1897, nach seiner endgültigen Rückkehr in die Schweiz, arbeitete er an Illustrationen für die Gotthelf-Ausgabe des Neuenburger Verlages Zahn. Dort lernte er Albert Anker kennen, dessen Einfluss sich im Spätwerk Bachmanns niederschlug.
Neben seinen bäuerlichen Sujets spezialisierte sich Hans Bachmann auch auf historisch-mythologische Szenarien. So erhielt er beispielsweise 1903, im Jahr der Vollendung des angebotenen Gemäldes, den Auftrag zur Ausmalung der Tellskapelle an der Hohlen Gasse zwischen Immensee und Küssnacht. Das vorliegende Werk widmet sich dem christlichen Sujet der Nonne als Braut Christi, das in der Literatur als Gelübde aber auch als mystische Vision bekannt ist. In der Version des Künstlers wird dieses klassische Thema zusätzlich um eine erotische Note bereichert.
| Estimation | CHF | 12'000 |
| EUR | 13'186 | |
| USD | 15'000 | |
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