Fille penseuse.
Öl auf grober Lwd.,
sig. u. dat. (19)22 o.l., verso Atelier-Stpl. Nr. 13,
73x60 cm
In jungen Jahren führte Maurice Barraud in Genf gemeinsam mit seinem später ebenfalls als Maler bekannt gewordenen Bruder Gustave François ein Atelier für Werbegrafik. Daneben studierte er Malerei und Modellierkunst an der Ecole des Beaux-Arts. 1914 wechselte er ganz zur Malerei und gründete mit seinem Bruder, Emile Bressler, Gustave Buchet und anderen im folgenden Jahr die Künstlergruppe "Le Falot". Studienreisen führten ihn in die Bretagne und nach Südfrankreich. In den 1920er Jahren folgten Aufenthalte in Paris, Barcelona, Algier, Rom, Venedig und auf Sizilien. Schuf Barraud anfangs vor allem literarisch beeinflusste Werke und dunkeltonige Figurenbilder aus dem Grossstadtleben, so hellte sich seine Palette unter dem Eindruck der lichtdurchfluteten Mittelmeerlandschaften zusehends auf. Thematisch bevorzugte er die Darstellung von Frauen, die er auf vielfältige Weise, einzeln und formatfüllend, als Gruppen in Interieurs, als Akte oder in eleganter Garderobe ins Bild setzte.
Das vorliegende Gemälde zeichnet sich durch seine einfache, klare Bildgliederung und eine pastellartig lichte Farbpalette aus. Ein Hauch von Erotik in Verbindung mit einer subtilen Melancholie verleiht der Arbeit zudem eine ganz eigene Note.
| Estimation | CHF | 23'000 |
| EUR | 25'274 | |
| USD | 28'750 | |
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