Stillleben mit Blumen, Buch und Glocke.
Öl auf Lwd.,
sig., dat. 1926(?) u. undeutl. bez. u.r.,
35x31 cm
Stellenweise etwas Craquelé.
Provenienz: Galerie Georges Moos, Genève, Nr. 1424.
Nach Abschluss einer Gipser- und Malerlehre belegte François Emile Barraud ab 1911 an der Ecole d′art appliqué seiner Geburtsstadt Abendkurse im Zeichnen und Modellieren. 1922 betätigte er sich in Reims als Handwerker und siedelte 1924 zwecks Studium am Louvre nach Paris über. Es folgten Aufenthalte in Reims, Leysin, Vevey und La Chaux-de-Fonds. Nach einer erfolgreichen Ausstellung in der Galerie Moos liess er sich 1931 in Genf nieder. Sein von schweren Krankheiten gezeichnetes kurzes Leben fand bereits drei Jahre später ein Ende. Barrauds Oeuvre beschränkte sich auf einen kleinen Themenkreis - Bildnisse, darunter Selbstporträts sowie Doppelbildnisse von sich und seiner Frau, Akte, Stillleben und vereinzelt auch Landschaften. Durch präzise Zeichnung und klare, glatt aufgetragene Farben erzielte er einen hohen Grad an Realismus (vgl. Corinne Charles, Biografie François Barraud, in: François Barraud und seine Brüder, Ausstellungskatalog, Kunstmuseum Winterthur & Musée des Beaux-Arts, La Chaux-de-Fonds 2005, S. 208).
"Stillleben mit Blumen, Buch und Glocke" vereint die von den dargestellten Gegenständen her gegebene Idylle mit dem Grundgedanken der im Bild ebenfalls festgehaltenen "Bucolica" des römischen Dichters Vergil.
| Estimation | CHF | 9'500 |
| EUR | 10'439 | |
| USD | 11'875 | |
| Adjugé | CHF | 7'500 |
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