"╖ midi en juillet".
Öl auf Lwd.,
verso sig. u. a.d. Keilrahmen betitelt,
150x200 cm
Provenienz: Sammlung Eisenmann-Miller, Biberist.
Ausstellungen: Hans Berger, Musée d′Art et d′Histoire, Genève, 14. September - 4. November 1956, Nr. 107; Hans Berger, Kunstmuseum Bern, 11. November 1967 - 7. Januar 1968, Nr. 97.
1896 zog der aus Solothurn stammende Künstler Hans Berger mit seiner Familie nach Genf, wo er von 1898 bis 1902 als Lehrling bei einem Architekten arbeitete. Gleichzeitig belegte er Kurse an der dortigen Kunstgewerbeschule und im selben Jahr auch in Paris. Von 1902 bis 1908 war er in einem Architekturbüro in der französischen Hauptstadt tätig, bevor er sich 1908 nach einer persönlichen Lebenskrise für die Malerei entschied. Er verbrachte sieben Monate in der Bretagne und schuf Werke, die unter dem Einfluss Gauguins vom flächigen Auftrag toniger Farben und einer starken Konturierung der Formen gekennzeichnet waren. Bei seinen späteren Aufenthalten in den Bergen um Genf, in der Provence und in Arles hellte sich seine Palette auf, und unter dem Eindruck von Hodlers Werk wurden seine Bilder von dessen Symbolismus beeinflusst. 1911 wurde das Musée Rath mit einer ersten Einzelausstellung bespielt. Beachtung fand Hans Berger in der Zwischenkriegszeit, als er zum internationalen Repräsentanten eines farben- und lebensfrohen schweizerischen Expressionismus avancierte. Er erhielt Aufträge für Wandmalereien, die er 1947 in der Kantonsschule seiner Heimatstadt Solothurn und in den 1950er Jahren im Kantonsspital Genf ausführte. Berger nahm sich in seinem Spätwerk oft bäuerlichen Themen an und blieb der figürlichen Darstellung stets verbunden.
In seinem pastos ausgeführten Gemälde fängt Hans Berger eine Momentaufnahme auf dem Feld ein, bei der der Kontrast zwischen statischer, fast flimmernder Hitze und dynamischer Bewegung der vorbeiziehenden Feldarbeiter hervorragend zum Ausdruck kommt.
| Estimation | CHF | 10'000 |
| EUR | 10'989 | |
| USD | 12'500 | |
| Adjugé | CHF | 7'500 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
Nous acceptons les offres écrites ou téléphoniques à l'aide du login, par email (info@dobiaschofsky.com) ou par courrier.
Ou misez en direct avec notre partenaire. Plus d'informations vous trouvez ici
