"Bildnis Doris Rosenast".
Öl auf Hpl.,
mgr. u. dat. (19)69 u.r., verso betitelt,
94x75 cm
Provenienz: Familie Rosenast-Rickemann, Schweiz; Privatsammlung, Deutschland.
Literatur: Fritz Löffler, Otto Dix. Leben und Werk, Dresden 1972, S. 137; Fritz Löffler, Otto Dix 1891-1969. Oeuvre der Gemälde, Recklinghausen 1981, Nr. 1969-2 (mit Abbildung).
Otto Dix besuchte 1910-1914 die Kunstgewerbeschule in Dresden. Nach absolviertem Kriegsdienst 1914-1918 setzte er sein Studium an der Kunstakademie in Dresden fort. Im Folgejahr war er Gründungsmitglied der "Gruppe 1919", die zur "Neuen Dresdner Sezession" gehörte. 1922-1924 pflegte er Kontakte zum "Jungen Rheinland", und 1925 nahm er an der Ausstellung "Neue Sachlichkeit" in Mannheim teil. 1927-1933 lehrte er als Professor an der Kunstakademie Dresden. Von den Nazis erhielt er ein Ausstellungsverbot und wurde zum Austritt aus der Preussischen Akademie der Künste gezwungen. Nach erfolgter Rehabilitierung im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg wurde seine Bedeutung als einer der wichtigsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts durch die Verleihung zahlreicher Preise und Titel gewürdigt.
Porträtwerke stehen im Mittelpunkt von Otto Dix letztem Schaffensjahrzehnt. Das "Bildnis Doris Rosenast" zählt zu den spätesten Werken des Künstlers und gilt als sein letztes Porträt überhaupt. Es besticht durch kräftige, expressive Farbtöne und eine pastose Malschicht und knüpft thematisch an den so genannten Verismus an - der Vorstellung von einer neuen sozialen Wirklichkeit, mit der sich in den 1920er Jahren verschiedene Künstler wie George Grosz, Christian Schad oder Niklaus Stoecklin auseinandersetzten.
| Estimation | CHF | 650'000 | * |
| EUR | 714'285 | * | |
| USD | 812'500 | * | |
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