Stillleben mit Tischuhr.
Öl auf Lwd.,
sig. u. dat. (19)33 u.l.,
72,5x60,5 cm
Elisabeth Ivanowna Epstein-Hefter erhielt ersten Malunterricht beim impressionistisch orientierten Leonid Pasternak an der Moskauer Schule für Malerei, Bildhauerei und Baukunst und bildete sich anschliessend 1896-1904 beim slowenischen Maler Anton Azbe in München weiter. Hier lernte sie Wassily Kandinsky, Alexej Jawlensky nebst weiteren russischen Künstlern kennen und heiratete 1898 den ebenfalls in München ansässigen Arzt und Stadtrat Mieszyslaw Epstein (1868-1931). Nach Studienreisen und Teilnahme 1907/08 am Pariser Salon d′Automne rückte sie die französische Metropole ab 1910 definitiv ins Zentrum ihres Lebens und Schaffens. Es folgte die Bekanntschaft mit Robert Delaunay, Fernand Léger und Juan Gris, wodurch Epstein-Hefter zur wichtigen Vermittlerin zwischen der Pariser und Münchner Kunstszene avancierte. Nach zeitweiser Wohnsitznahme in Genf während den 1910er und 1920er Jahren sowie verschiedenen Engagements an Ausstellungen daselbst zog die Künstlerin aus gesundheitlichen Gründen 1937 endgültig in die Calvinstadt, wo sie bis zu ihrem Tod lebte.
"Stillleben mit Tischuhr" steht in Bezug zur Komposition ganz in der Tradition des Kubismus, die intensive Farbgebung verrät jedoch gleichzeitig den Einfluss des Expressionismus, namentlich des "Blauen Reiters".
| Estimation | CHF | 11'000 |
| EUR | 12'087 | |
| USD | 13'750 | |
| Adjugé | CHF | 9'500 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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