Mönch mit zwei Kindern im Kapuzinerkloster von Lugano.
Öl auf Papier, auf Mkt., sig., dat. 1847 u. bez. "Lugano" u.l., verso a.d. Abdeckung bez. "Couvent à Lugano - étude fait sur place",
46x36 cm
Stellenweise minim schwundrissig.
Provenienz: Nachlass Merian, Basel.
Aurèle Robert absolvierte zunächst in der heimischen Uhrenindustrie eine Lehre als Graveur. 1822 wurde er zur Mitarbeit ins Atelier seines erfolgreichen älteren Malerbruder Léopold nach Rom eingeladen. Nach dem Besuch von Zeichenkursen an der dortigen Académie de France begann er mit eigenen Kompositionen. Bereits 1831 wurde eines seiner im Pariser Salon präsentierten Gemälde mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Aurèle Robert sorgte für die druckgrafische Verbreitung der Werke seines Bruders und stand ihm bei seiner fortschreitenden Depression zur Seite, konnte aber seinen Freitod in Venedig 1835 nicht verhindern. Nach diesem tragischen Ereignis verliess Aurèle Italien, kehrte 1838 für fünf Jahre nach Venedig zurück und liess sich 1844 in La Chaux-de-Fonds, später in Ried bei Biel nieder. Malte Aurèle Robert zu Beginn seiner Karriere vor allem Genrebilder und Interieurs sowie Kopien nach Arbeiten seines Bruders Léopold, so spezialisierte er sich nach 1843 auf Porträts, die er zunächst mit reduzierter Farbpalette und gegen Ende seines Schaffens in Grisaillemalerei ausführte.
Das Kapuzinerkloster in Lugano wurde 1535 als erster Sitz der Franziskanermönche auf Schweizer Boden gegründet. Der wiedergegebene Ausschnitt aus dem Kreuzgang verquickt in einer für Aurèle Robert typischen Manier topografisch und architektonisch reale Gegebenheiten mit einer als Repoussoir komponierten Genreszene.
| Estimation | CHF | 13'000 |
| EUR | 14'285 | |
| USD | 16'250 | |
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