"Le cachot".
Wachskreide und Kohle auf Papier,
sig. u. dat. (19)58 u.r., verso betitelt,
39x122 cm
Bildträger punktuell zu restaurieren.
Literatur: Marie-Claire Vay/Pier-Angelo Vay, Lermite 1920-1977. Catalogue raisonné de l′oeuvre peint et de l′oeuvre graphique, Le Locle 1987, S. 221, Nr. 851 (mit Abbildung).
Jean-Pierre Schmids künstlerische Ausbildung begann in der École d′Art in Biel, wo er 1938 den Deutschen Expressionismus und den Konstruktivismus kennenlernte. Schon 1942 stellte er mit der Gruppe "Allianz" im Kunsthaus Zürich aus. Der Krieg und die Bekanntschaft mit dem Maler Ernst Stocker (genannt Coghuf) bewirkten eine Rückkehr zur figurativen Malerei. 1946 liess sich Schmid in La Brévine in einem kleinen, L′Ermitage genannten Haus nieder, von dem sich sein Pseudonym "Lermite" ableitet. Malte er zunächst Landschaften und Interieurs, so ging er später wieder zu einem geometrischen, am Konstruktivismus orientierten Stil über. Nach schweren, durch eine fortschreitende Augenkrankheit gekennzeichneten Jahren wurde ihm 1958 mit dem Prix Bachelin in Neuchâtel die lang ersehnte Anerkennung zuteil. In der Folgezeit beteiligte er sich regelmässig an Ausstellungen und wurde mit Retrospektiven in Lausanne und Neuchâtel geehrt.
"Le Cachot" ist ein Weiler auf 1073 m Höhe und gehört zur Gemeinde La Chaux-du-Milieu im Kanton Neuenburg. 1958 setzte sich Lermite wiederholt mit dieser Ortschaft künstlerisch auseinander.
| Estimation | CHF | 9'500 |
| EUR | 10'439 | |
| USD | 11'875 | |
| Adjugé | CHF | 5'500 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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