Papierfabrik Biberist. Triptychon.
Öl auf Lwd., zwei Leinwände je 176x257 cm (BM) sowie eine 260x257 cm (BM)
Leichter Farbverlust im unteren linken Eckabschnitt der mittleren Tafel.
Provenienz: Papierfabrik Biberist.
1896 zog der aus Solothurn stammende Künstler Hans Berger mit seiner Familie nach Genf, wo er 1898-1902 als Lehrling bei einem Architekten arbeitete. Gleichzeitig belegte er Kurse an der dortigen Kunstgewerbeschule und im selben Jahr auch in Paris. 1902-1908 war er in einem Architekturbüro der französischen Metropole tätig, bevor er sich 1908 nach einer persönlichen Lebenskrise für die Malerei entschied. Hierauf verbrachte er sieben Monate in der Bretagne und schuf Werke, die unter dem Einfluss Gauguins vom flächigen Auftrag toniger Farben und einer starken Konturierung der Formen gekennzeichnet waren. Bei seinen späteren Aufenthalten in den Bergen um Genf, in der Provence und in Arles hellte sich seine Palette auf, und unter dem Eindruck von Hodlers Werk wurden seine Bilder von dessen Symbolismus beeinflusst. 1911 wurde das Musée Rath mit einer ersten Einzelausstellung bespielt. Beachtung fand Hans Berger in der Zwischenkriegszeit, als er zu einem internationalen Repräsentanten eines farben- und lebensfrohen schweizerischen Expressionismus avancierte. Er erhielt Aufträge für Wandmalereien, die er 1947 in der Kantonsschule seiner Heimatstadt Solothurn und in den 1950er Jahren im Kantonsspital Genf ausführte. Berger nahm sich in seinem Spätwerk oft bäuerlichen Themen an und blieb der figürlichen Darstellung stets verbunden.
Das angebotene, grossformatige Wandbild führte Hans Berger 1935-1939 im Auftrag der Papierfabrik Biberist aus. Vor Ort fertigte er detailgetreue Studien der Arbeiter und des Fabrikgebäudes an und konnte so später die Gesamtkomposition arrangieren und die drei Bildteile ausführen, die als Symbole für Freizeit, Arbeit und Feierabend stehen. Am linken Bildrand ist der berühmte Kunstmäzen und Firmengründer sowie langjährige Direktor der Papierfabrik, Oscar Miller (1862-1934), dargestellt. Im Vordergrund wird der zur Entstehungszeit des Werkes amtierende Geschäftsführer gewürdigt, der von seinem Sohn zu Ross begleitet wird.
Das Werk kann nur auf Anfrage besichtigt werden.
| Estimation | CHF | 60'000 |
| EUR | 65'934 | |
| USD | 75'000 | |
| Adjugé | CHF | 30'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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