Idyllische Landschaften. Gegenstücke.
1. "Der obere Burgstock zu Rheineck". 2. "Tobel Mühle bey Reinach(?)".
Je Öl auf Htf., eines sig. u. dat. (17)93 u.M.,
je verso sig., dat. 1793 u. betitelt,
je 37x48 cm
Johann Heinrich Wüest begann 1755 eine Lehre beim Zürcher Flachmaler Melchior Wüest und bildete sich durch das Kopieren von Stichen weiter. Später wurde er Schüler von Johann Balthasar I Bullinger (1713-1793) und reiste 1760 für mehrere Jahre nach Amsterdam, wo er sich intensiv mit den holländischen Meistern auseinandersetzte. 1766 begab sich Wüest nach Paris, wo er in Kontakt mit der französischen Malerei kam. Drei Jahre später kehrte er nach Zürich zurück und avancierte bald zu einem gefragten Maler. Über die Freundschaft mit Salomon Gessner (1730-1788) entdeckte er das Zeichnen nach der Natur. Ab 1772 schuf er unter dem Eindruck seiner zwölftägigen Reise zum Rhonegletscher zahlreiche Hochgebirgs-Ansichten.
Das angebotene idyllische Gemäldepaar zeugt von Johann Heinrich Wüests Beschäftigung mit der niederländischen Kunst, die aufgrund seines Amsterdamer Aufenthaltes zustande kam. Die durch Staffagefiguren belebten Landschaften sind gekennzeichnet von einem eher tief liegenden Horizont und einer dunklen, goldbraunen Tonigkeit.
| Estimation | CHF | 14'000 |
| EUR | 15'384 | |
| USD | 17'500 | |
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