"Narcisse se mirant dans l′eau".
Bleistift und Kohle, gehöht,
sig. u. dat. 1790 u.l.,
39x52,5 cm (BM)
Provenienz: Dr. Paul Erni, Basel.
Pierre-Henri de Valenciennes studierte zunächst Violine, bevor er 1770/71 die Kunstakademie seiner Heimatstadt besuchte und später bei Gabriel François Doyen in Paris studierte. Wie viele seiner Zeitgenossen zog es ihn schon bald nach Italien, insbesondere nach Rom, wo er die nächsten Jahre bis 1785 verbrachte und sich nicht nur dem Studium der Altmeister hingab, sondern vor allem zahlreiche "Plein-air"-Landschaftsstudien in Ölfarben anfertigte. Diese Arbeiten dienten ihm später im Atelier als Grundlage für grossformatige, in idealisierte Landschaften eingebettete Historienszenen. Zurück in Paris wurde de Valenciennes an die Kunstakademie aufgenommen und konnte sich mit seinen Historienbildern so erfolgreich etablieren, dass er bald den Beinamen "David du paysage" erhielt. Im Jahr 1800 publizierte er das "Elémens de perspective pratique" betitelte Lehrbuch über die Landschaftsmalerei, nicht zuletzt, um diese Kunstgattung weiter zu fördern. Pierre-Henri de Valenciennes gilt als einer der wichtigsten Landschaftsmaler seiner Zeit und als massgeblicher Wegbereiter der "Plein-Air"-Malerei der Schule von Barbizon.
Beim angebotenen Werk dürfte es sich um den Entwurf zu einem 1792/93 angefertigten, bezüglich der Details leicht abweichenden Gemälde gleichen Titels handeln, das sich heute in der Sammlung des Musée des Beaux-Arts de Quimper befindet (Inv.-Nr. 873-1-441).
| Estimation | CHF | 5'500 |
| EUR | 6'043 | |
| USD | 6'875 | |
| Adjugé | CHF | 37'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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