"799-A".
Aquarell über Bleistift,
sig. u. dat. (19)62 u.r., verso a. Galerie-Etikette
betitelt, 31x24 cm
Provenienz: Galerie Nathan, Zürich, Nr. Est-A-6252; Privatsammlung, Schweiz.
Maurice Estève, Sohn eines Schusters und einer Modellzeichnerin, wuchs zunächst bei seinen Grosseltern im kleinstädtischen Culan im Süden des Departements Cher auf. 1914 zog er zu seinen Eltern nach Paris, wo er als Elfjähriger erste Mal- und Schreibversuche unternahm. Bleibende Eindrücke hinterliessen beim jungen Mann die regelmässigen Besuche des Louvre, die Begegnung mit Paul Cézanne und dessen Werk im Jahr 1919 sowie ein einjähriger Aufenthalt in Barcelona Anfang der 1920er Jahre. Nach Paris zurückgekehrt, geriet er 1927/28 unter den Einfluss des Surrealismus. 1929 nahm er am Salon des Surindépendants teil, gefolgt 1930 von einer ersten Einzelausstellung in der Galerie Yvangot. In den Jahrzehnten darauf weitete sich Estèves Palette in Bezug auf die künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten zunehmend: Es entstanden Lithografien, Entwürfe zu Tapisserien und Glasmalereien sowie Zeichnungen und Aquarelle. Nach einer langen, weitgehend gegenständlich motivierten Schaffensphase näherte sich Estève ab 1948 schrittweise der Abstraktion an.
Das angebotene Aquarell, komponiert aus geometrischen Flächen und weichen, fast biomorphen Formen, erlaubt einen farbenfrohen Einblick in die Welt der ungegenständlichen Malerei der Nouvelle École de Paris.
| Estimation | CHF | 12'000 |
| EUR | 13'186 | |
| USD | 15'000 | |
| Adjugé | CHF | 24'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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