"Les joueurs de cartes".
Öl auf Leinwand,
sig. u.l., verso a. Ausstellungs-Etikette betitelt,
149x181 cm
Verso Ölstudie zu "Café-Interieur mit Frauen im Gespräch".
Ausstellungen: 50 ans d′art vaudois, Fondation de l′Hermitage, Lausanne, 14. Februar - 10. Mai 1992; Casimir Reymond 1893-1969. Rétrospective, Musée de Pully, 10. Mai - 22. Juli 2007.
Literatur: Edith Carey, Casimir Reymond (1893-1969). Sa vie et son oeuvre, Gollion 2010, S. 133 (mit Abbildung).
Casimir Edmond Reymond wurde als Sohn eines Schuhmachers geboren und besuchte 1909-1913 zusammen mit Marcel Poncet (1894-1953) die École des Beaux-Arts in Genf. Sein Gepräge erhielt er in jener Zeit besonders durch Eugène Gilliard (1861-1921), dessen pastoser Malduktus in Verbindung mit einer abbreviativen, umrissbetonten Darstellung der Figuren sich in den Werken des jungen Künstlers deutlich bemerkbar machte. Kaum 20-jährig, verzeichnete Reymond bereits mit einer ersten Einzelausstellung in Lausanne beachtliche Erfolge. Parallel zur Malerei erwachte sein Interesse an der Bildhauerei, die später einen bedeutenden Platz in seinem künstlerischen Oeuvre einnehmen sollte. Angeregt durch Félix Vallotton nahm er 1922 für zehn Jahre Wohnsitz in Paris, pendelte jedoch aufgrund verschiedener Aufträge häufig zwischen seinem Heimatland und der französischen Metropole. Im Zusammenhang mit seiner Berufung zum Lehrer und kurz darauf zum Direktor der École cantonale de dessin zog er 1932 nach Lausanne. Zwei Jahre später eröffnete er in Lutry ein Atelier, und ab 1935 widmete er sich neben dem malerischen und skulpturalen Schaffen auch der Glasmalerei. Es folgten zahlreiche Werkaufträge, so etwa die 1943 vollendete Sandstein-Skulptur "Vendage" im Lausanner Stadtpark Denantou, das 1947 eingeweihte Denkmal für César Roux im Hof des alten Hôpital Cantonal in Lausanne oder die 1950 fertiggestellten Glasmalereien für die Chapelle de l′Hôpital psychiatrique de Cery in Prilly. Mit zunehmendem Alter tendierte Reymonds bildhauerisches Oeuvre zur Abstraktion, während sich sein malerisches Werk vermehrt auf Landschaftsaquarelle konzentrierte. Als erster Künstler erhielt er 1968 den Preis der Fondation Wilhelm Gimmi. Gleichen Jahres verlor er seinen einzigen Sohn, worauf er sich tief getroffen vom öffentlichen Leben abwandte.
Das Motiv der Kartenspieler ist ein oft und gerne aufgegriffenes Sujet in der Kunstgeschichte, so auch in unserem Werk, bei dem sich deutlich Anklänge an die Kartenspieler-Darstellungen von Paul Cézanne erkennen lassen. Allerdings scheint es, als sei es Reymond weniger um die Wiedergabe des Motives selbst gegangen, als vielmehr um die Darstellung einer mit zahlreichen Details gespickten Genreszene aus dem Dorfleben.
| Estimation | CHF | 28'000 |
| EUR | 30'769 | |
| USD | 35'000 | |
| Adjugé | CHF | 20'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
Nous acceptons les offres écrites ou téléphoniques à l'aide du login, par email (info@dobiaschofsky.com) ou par courrier.
Ou misez en direct avec notre partenaire. Plus d'informations vous trouvez ici
