"Bergbauernhaus".
Gouache, sig. u. dat. 1940 u.r., verso a.d. Abdeckung Kopien einiger Tagebucheinträge zu Entstehung und Betitelung des Bildes,
40x60 cm (Lichtmass)
Otto Nebel bildete sich in Berlin zum Maurer und später zum Meister des Hochbaufaches aus, anschliessend nahm er Schauspielunterricht. Während eines Fronturlaubes 1916 sah er sich die Franz-Marc-Ausstellung in der Galerie "Der Sturm" an, die ihn dazu bewegte, sich der Kunst zuzuwenden. Ab 1919 arbeitete er in seiner Heimatstadt als Maler und Schriftsteller, wo er mit dem Kreis um Herwarth Walden, einem der wichtigsten Förderer der deutschen Avantgarde und Ehemann von Else Lasker-Schüler, bekannt wurde. 1933 emigrierte er in die Schweiz, wo er sich zuerst in Muntelier und später in Bern niederliess. Während eines Aufenthaltes in Italien 1937/38 entstand das malerisch-epische Reihenwerk "Mustaraya". Otto Nebel schuf sich einen Ruf als Dichter und Maler und war bekannt für seine minutiöse, technisch sorgfältig abwägende Arbeitsweise.
Das minutiös gemalte und für Otto Nebel gänzlich untypische Werk "Bergbauernhaus" entstand im Auftrag seiner Vermieter Herrn und Frau Heiniger, die sich als Wirtsleute ein "verständliches" Werk wünschten, das zu den bereits vorhandenen Bildern in ihren Wohnräumen passen sollte. Otto Nebel arbeitete zwischen dem 18. Oktober und dem 20. November 1940 daran und hielt den Entstehungsprozess in seinem Tagebuch fest.
| Estimation | CHF | 12'000 |
| EUR | 13'186 | |
| USD | 15'000 | |
| Adjugé | CHF | 8'500 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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