"Besse-en-Chandesse".
Öl auf Leinwand,
sig. u.r.,
45,5x64 cm
Provenienz: Privatbesitz, Schweiz.
Ausstellungen: Salon 1909 de la Société nationale des Beaux-Arts, Paris, Nr. 236.
Literatur: Les salons de 1909. Société nationale des Beaux-Arts, in: Les Arts, Paris, Juni 1909, Nr. 90, S. 2ff. (ganzseitige Abbildung S. 11); Gabriel Mourey, Luigi Chialiva (1842-1914), in: Les Arts, Paris, Mai 1914, Nr. 149, S. 8-16 (ganzseitige Abbildung S. 15).
Dem vorliegendem Gemälde wird die erwähnte Literatur beigegeben.
Der im Tessin geborene Luigi Chialiva studierte zunächst unter Gottfried Semper am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich Architektur. Nach seinem Studienabschluss im Jahr 1861 widmete er sich der Malerei an der Mailänder Accademia di Brera und belegte Kurse bei Carlo Mancini. Seine pastoralen Gemälde wurden ab den späten 1860er Jahren mehrfach prämiert, und in der Folge etablierte er sich als angesehener Tier- und Landschaftsmaler. Nach einem Zwischenaufenthalt in Luxemburg liess er sich 1874 zunächst in Écouen und anschliessend 1880 in Paris nieder. Verschiedene Reisen führten ihn nach Grossbritannien und Italien, wo er sich in Rom mit Edgar Degas anfreundete. Er stellte seine Gemälde regelmässig am Salon de Paris aus und wurde 1912 zu dessen Sekretär ernannt.
Das Gemälde "Besse-en-Chandesse" trägt den Namen einer kleinen Ortschaft in der Auvergne, die man auf der Darstellung im Hintergrund erkennen kann. Luigi Chialiva entpuppt sich mit dieser Komposition als vortrefflicher Schilderer einer bäuerlichen Landschaft. Er verquickt sie mit einer anekdotischen Genreszene, indem er die junge Hirtin nebenbei stricken lässt.
| Estimation | CHF | 35'000 |
| EUR | 38'461 | |
| USD | 43'750 | |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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