Studien zu "Passage du Commerce Saint-André" (recto/verso).
Bleistift-Zeichnung,
mgr. u. dat. (19)53 u.l.,
29,5x23 cm
Provenienz: Galerie Motte, Genève, 9. Dezember 1970, Nr. 230; Privatsammlung, Schweiz.
Ausstellungen: Dalle collezioni d′arte private ticinesi. Maestri europei del XX secolo, Villa Malpensata, Lugano, 29. August - 16. November 1975, Nr. 169; Balthus. De Piero della Francesca à Alberto Giacometti, Musée Jenisch, Vevey, 12. Mai - 25. August 2002, Nr. 57.
Literatur: Jean Clair/Virginie Monnier, Balthus. Catalogue raisonné de l′oeuvre complet, Paris 1999, S. 265, Nr. D 717 (mit Abbildung).
Von Geburt aus deutsch-polnisch wuchs Balthasar Klossowski de Rola, genannt Balthus, in Paris und ab 1914 in Beatenberg und in Genf auf. Schon in sehr jungen Jahren begann er zu zeichnen und wurde dabei von den Freunden seiner Eltern, u.a. von André Gide, Pierre Bonnard und Rainer Maria Rilke tatkräftig unterstützt. Letzterer gab 1921 unter dem Titel "Mitsou" eine Mappe mit 40 Tafeln des Knaben heraus und schrieb dazu das Vorwort. Mit 16 Jahren stand der Entschluss fest, Maler werden zu wollen, woraufhin er nach Paris ging und in den Museen die Altmeister studierte. Besonders beeindruckten ihn die Fresken von Piero della Francesca, die er in Arezzo kennenlernte und kopierte. In den folgenden Jahren knüpfte er die Freundschaft mit zahlreichen Künstlern wie Alberto Giacometti, Pablo Picasso, Joan Miró, Salvador Dalø und Henri Matisse, legte sich aber nie auf eine bestimmte Kunstrichtung fest. Von 1943 bis 1946 lebte er in der Schweiz, anschliessend wieder in Paris und später für einige Jahre im Château de Chassy im Morvan. Von 1961 bis 1976 wurde er vom damaligen Kulturminister André Malraux zum Direktor der französischen Akademie der Villa Medici nach Rom berufen. Mitte der 1970er Jahre kaufte er das so genannte "Grand Chalet" in Rossinière und liess sich dort endgültig nieder.
Das vorliegende, doppelseitig bearbeitete Blatt zeigt Studien zur Hauptfigur des über neun Quadratmeter grossen Monumentalgemäldes "Passage du Commerce Saint-André", an dem Balthus von 1952 bis 1954 gearbeitet hat und das zu seinen Hauptwerken zählt.
| Estimation | CHF | 16'000 |
| EUR | 17'582 | |
| USD | 20'000 | |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
Nous acceptons les offres écrites ou téléphoniques à l'aide du login, par email (info@dobiaschofsky.com) ou par courrier.
Ou misez en direct avec notre partenaire. Plus d'informations vous trouvez ici
