Le port.
Öl auf Holz (Zigarrenschachtel),
sig. u. dat. 1901 u.l.,
13,5x24 cm
Provenienz: Privatbesitz, Basel; Privatbesitz, Tessin.
Bestätigung (anhand einer Fotografie): Marianne Heinz, Archiv Francis Picabia, Staatliche und Städtische Kunstsammlungen Kassel, 22. November 1982.
Francis Picabia, geboren 1879 als Francois Marie Martinez Picabia, war der Sohn eines spanisch-kubanischen Diplomaten und einer französischen Mutter. Im Alter von 7 Jahren stirbt seine Mutter an Tuberkulose und er wächst alleine mit seinem Vater auf. Früh wendet er sich in der Einsamkeit des Hauses der Malerei zu, auch beeinflusst durch seinen Grossvater Alphonse Davanne, einem Freund Daguerres, der in der Fotografie das dominierende Kunstmedium sah. Francis antagonistische Haltung hierzu kann als Leitfaden für sein Oeuvre angesehen werden: "Man kann eine Landschaft fotografieren, aber nicht die Formen die sich in meinem Kopf befinden." Von 1895 bis 1897 studiert er an der École des Arts Décoratifs in Paris. Zu seinen frühen Einflüssen zählen Francis Cormon, Humbert und Wallet. Die Werke dieser Periode sind dem Impressionismus verpflichtet. Erste Ausstellungen erfolgen im Salon d′Automne, dem Salon des Indépendants und der Galerie Haussmann. Der Erfolg einer Ausstellung in der Galerie Georges Petit im Jahr 1909 etabliert Francis in der Pariser Kunstszene und ermutigt ihn, neue stilistische Wege einzuschlagen. Ab dem Jahr 1912 malt er vorwiegend in dem für ihn charakteristisch werdenden Stilmix aus Kubismus und Fauvismus. Seine Freundschaft mit Apollinaire und Duchamp affiliiert ihn mit der Groupe Puteaux. 1913 folgt eine Ausstellung in Alferd Stieglitz′ Galerie "291" in New York und erste Experimente in mechanistischer Malerei und Dada, von denen er sich jedoch später wieder abwendet und zur figurativen Malerei zurückkehrt. 1916 gründet er mit Laurencin und den Delaunays in Barcelona die Dadazeitschrift "391". 1925 zieht Picabia nach Mougins, wo er sich mit Gertrude Stein anfreundet. Die letzten Jahre seines Lebens verbringt er in Paris, wo sein Lebenswerk 1949 in einer grossen Werksschau in der Galerie René Drouin gefeiert wird. 1951 würdigt Hans Arp Picabia als "Christoph Columbus der Kunst".
"Le Port" zählt zu den Frühwerken des Künstlers, der sich zu dieser Zeit dem Impressionismus hinwendet.
| Estimation | CHF | 23'000 |
| EUR | 25'274 | |
| USD | 28'750 | |
| Adjugé | CHF | 20'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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