Orphée et Eurydice.
Pastell,
sig. u.r.,
66x49 cm
Mit Wasserzeichen "Paris - Teinte Fort".
Das angebotene Werk gelangt in einem neugotischen Schnitzrahmen zur Versteigerung.
Jean Delville nahm bereits als Zwölfjähriger ein Kunststudium an der Académie Royale des Beaux-Arts in Brüssel auf. Mitte der 1880er Jahre wandte er sich jedoch von der dort vorherrschenden naturalistischen Malerei ab und verschrieb sich dem Symbolismus unter dem Einfluss von Joséphine (Sâr) Péladan, dem Gründer des Salons und Ordens de la Rose-Croix. In der Folge gründete Delville in Brüssel die belgische Dependance der Rosenkreuzler und organisierte in Anlehnung an Péladans Ausstellungen die Salons de l′Art Idéaliste, bei denen er populäre Bildsujets, wie historische und Genreszenen, Porträts und Landschaften ablehnte und einzig idealistische, auf antike griechische und ägyptische Vorbilder zurückgreifende Werke akzeptierte. 1895 publizierte er mit "Dialogue entre nous" einen Text, in dem er seine Sicht über Okkultismus und esoterische Philosophie beschrieb. Später wandte er sich sowohl der Theosophie als auch dem Neoplatonisums zu. Die menschlichen Formen in seinen Gemälden verstand er stets als Symbole, die auf eine inhärente mystische Wahrheit verweisen und damit den Betrachter aus seiner körperlich gebundenen Unwissenheit lösen und transformieren sollen. Jean Delville gilt als der esoterischste Vertreter der belgischen Symbolistenschule des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
Der Mythos von Orpheus und Eurydike war ein beliebtes Thema des Symbolismus, mit dem sich Delville in den 1890er Jahren mehrmals auseinandergesetzt hat.
| Estimation | CHF | 15'000 |
| EUR | 16'483 | |
| USD | 18'750 | |
| Adjugé | CHF | 26'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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