"Repos d′animaux près d′une fontaine rustique dans les alentours d′un village".
Öl auf Leinwand, doubliert,
sig. u. dat. 1816 u.r.,
54x65 cm
Stellenweise Craquelé.
Literatur: Patrick-André Gueretta, Pierre-Louis de la Rive ou la belle nature. Vie et oeuvre peint (1753-1817), Genève/Paris 2002, S. 455, Nr. 1816b (mit Abbildung Tafel 559).
Als Sohn eines Genfer Pfarrers und einer Dresdener Pfarrerstochter begann Pierre-Louis De la Rive zuerst ein Studium der Rechtswissenschaften, gab es dann aber zu Gunsten einer Malerkarriere auf. In den Jahren 1769/70 studierte er in seiner Heimatstadt die niederländischen und flämischen Meister unter Anleitung von Nicolas-Henri de Fassin. 1776-1779 hielt er sich in Mannheim auf, anschliessend machte ihn Giovanni Battista Casanova an der Königlichen Akademie in Dresden mit den italienischen Meistern vertraut. Besonders die Werke Claude Lorrains inspirierten ihn zu seinen ersten Landschaftsgemälden. Nach weiteren Lehrjahren und Reisen liess er sich als Maler, Radierer, Zeichner und Kupferstecher zunächst ab 1786 in Dresden und zwei Jahre später in Genf nieder, wo er Mitglied des Grossen Rates wurde. Nach Ausbruch der Französischen Revolution floh er nach Bern, bevor er seinen endgültigen Wohnsitz in Presinge bei Genf fand. Berühmtheit erlangte De La Rive mit seiner Serie zur Alpenlandschaft des Mont-Blanc-Massivs. Seine Malerei gilt heute als Vorläufer der Genfer-Schule des 19. Jahrhunderts.
Mit der Darstellung des pittoresken Eichenstammes im rechten Vordergrund des angebotenen Gemäldes, ein ab 1790 wiederholt vorkommendes Motiv, nahm Pierre-Louis de la Rive einen künstlerischen Bezug zum Haarlemer Maler Jakob van Ruisdael (1628/29-1668) auf.
| Estimation | CHF | 26'000 |
| EUR | 28'571 | |
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