Sitzende Trachtenfrau.
Öl auf Holz,
sig., dat. 1892, bez. "Paris" u. gewidmet "M/L Freund Dr.
P. Gygax" o.r., 36x28,5 cm
Schon während seiner Gymnasialzeit erhielt Max Buri bei Paul Volmar in Bern privaten Zeichenunterricht. Als die Familie 1885 nach Basel umsiedelte, setzte er seine Ausbildung bei Fritz Schider fort. 1886 trat er in die Münchener Kunstakademie ein, wechselte aber bereits im folgenden Jahr in die Privatschule des ungarischen Malers Simon Hollósy. Auf der III. Internationalen Kunstausstellung 1888 im Münchener Glaspalast lernte er die moderne französische Freiluftmalerei kennen. Ein Jahr später reiste er selbst nach Paris, besuchte die Weltausstellung und trat als Schüler von Jules Lefebvre und Adolphe Bouguereau in die Académie Julian ein. Nach seiner Rückkehr nach München im Jahr 1893 arbeitete er während zweier Jahre als Schüler des Malerfürsten Albert von Keller. 1899 liess er sich vorübergehend in Luzern nieder, doch erst mit dem Umzug nach Brienz 1903 stabilisierten sich seine äusseren Verhältnisse und festigte sich sein künstlerischer Stil. Zwischen 1900 und 1915 entstanden Max Buris Hauptwerke, was ihm die Bezeichnung "Maler von Brienz" einbrachte. Anlässlich der "XI. Nationalen Kunstausstellung" 1912 in Neuchâtel richtete man ihm einen eigenen Saal ein, und seine Werke wurden fortan auch über die Schweizer Grenzen hinaus bekannt. War Buri in erster Linie Figuren- und Bildnismaler, der sich meisterhaft auf die Charakterisierung der Porträtierten und ihrer gegenseitigen Beziehungen verstand, so schuf er daneben auch eine Reihe prachtvoller Landschaften.
| Estimation | CHF | 12'000 |
| EUR | 13'186 | |
| USD | 15'000 | |
| Adjugé | CHF | 12'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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