"Danske Bay, Spitzbergen, 24./25. 1896 Juli".
Öl auf Leinwand,
sig., dat. 1896 u. bez. "Danesgate" u.r.,
78x101 cm
Ausstellungen: Hans Beat Wieland, 1867-1945, Bündner Kunstmuseum, Chur, 15. Juni - 14. September 1996, Nr. 3 (mit Abbildung im Katalog).
Weiterführende Literatur: Adrian Mohr u.a., 33 Jahre verschollen im Packeis. Die arktische Freiballon-Expedition des Schweden Salomon August Andrée, Leipzig/Zürich 1930; Gustav Ehrhardt, Andrées Polarexpedition und der Maler Hans Beat Wieland, in: Du, Schweizerische Monatsschrift 2 (Februar 1944), Zürich, S. 7; Paul Wassmann/Rudi Caeyers, Svalbard Life, Trondheim 2013, S. 256 (mit ganzseitiger Abbildung S. 257).
Nach Abbruch des Realgymnasiums besuchte Hans Beat Wieland die Gewerbeschule und anschliessend die Zeichen- und Modellierschule von Fritz Schider in Basel. 1885 zog es ihn an die Königliche Kunstgewerbeschule und an die Akademie der Bildenden Künste in München. 1891 stellte er erstmals auf der Turnusausstellung des Schweizerischen Kunstvereins aus. Seine bevorzugten Motive waren naturnah und unverdorben gestaltete Alplandschaften von monumentaler Wirkung.
1896 bot sich dem 29-jährigen Maler die Möglichkeit, als künstlerischer Korrespondent für die Leipziger Illustrierten Zeitung an Bord der MS Erling Jarl eine Nordlandfahrt zu unternehmen. Höhepunkt dieser Reise war ein Besuch der Basisstation des schwedischen Ingenieurs Salomon August Andrée auf Spitzbergen, der sich anschickte, mit einem Ballon den Nordpol zu erreichen. Auf dieser Expedition schuf Wieland zahlreiche Aquarelle und wenige Ölgemälde. Auf dem angebotenen Werk zeigt er die Bucht Danskoya mit dem Heck der MS Erling Jarl und dem vor Anker liegenden Versorgungsschiff MS Virgo. Rechts erkennt man Andrées Ballonhangar. Der Lenker desselben wartete vergeblich auf günstigen Südwind, um seine Reise starten zu können. Später stieg Andrée tatsächlich auf und kam auf tragische Art und Weise ums Leben.
| Estimation | CHF | 12'000 |
| EUR | 13'186 | |
| USD | 15'000 | |
| Adjugé | CHF | 15'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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