"Dunstiger Tag".
Aquarell und Tuschfeder auf Papier,
sig. u. betitelt u.l., dat. 1935 u.r. sowie Sammler-Stpl.
verso, 24,5x40,5 cm (BM)
Wasserzeichen.
Provenienz: Sammlung Richard Doetsch-Benziger, Basel; Privatbesitz, Schweiz.
Echtheitsbestätigung: Achim Moeller, The Lyonel Feininger Project LLC, New York, 19. Dezember 2013 (Archiv-Nr. 1244-12-19-13).
Ausstellung: Sammlung Richard Doetsch-Benziger, Kunstmuseum, Basel, 9. Juni - 8. Juli 1956.
Literatur: Margrit Bosshard-Rebmann, Katalog der Sammlung Richard Doetsch-Benziger, hrsg. vom Kunstmuseum Basel, Basel 1956, S. 35, Nr. 119 (mit Abbildung).
Lyonel Feininger, Sohn eines amerikanischen Musikerehepaars, kam bereits als 16-Jähriger nach Deutschland, wo er zunächst die Königliche Akademie der Künste in Berlin besuchte. Nach einem siebenmonatigen Studium an der Pariser Académie Colarossi im Jahr 1892 betätigte er sich als humoristischer Illustrator. Seine Karikaturen erschienen in verschiedenen Zeitschriften, u.a. in der "Chicago Sunday Tribune". Erst 1907 entstanden Feiningers erste Gemälde: Stillleben, Architekturstudien und Landschaften. Während eines Kurzaufenthaltes in Paris 1911 begegnete er dem Kreis der Kubisten, im Folgejahr den Vertretern des Blauen Reiters, und die Architektur deutscher Kleinstädte wurde zunehmend Gegenstand seiner Kompositionen. 1913 nahm er am ersten Deutschen Herbstsalon in der Galerie "Der Sturm" teil. Walter Gropius zeigte sich von Feiningers "kristallklarem" Stil so beeindruckt, dass er ihn 1919 zum Leiter der Grafischen Werkstatt ans Weimarer Bauhaus berief. 1924 gründete Lyonel Feininger zusammen mit Paul Klee, Wassily Kandinsky und Alexej von Jawlensky die Künstlergruppe "Die Blaue Vier". Dem Bauhaus blieb er bis zu dessen Schliessung im Jahr 1933 verbunden, seine Kunst wurde in der Folge als "entartet" beschlagnahmt. Ab 1937 lebte er wieder in New York. 1944 organisierte das Museum of Modern Art eine Retrospektive des Künstlers.
| Estimation | CHF | 28'000 |
| EUR | 30'769 | |
| USD | 35'000 | |
| Adjugé | CHF | 42'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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