"Lac suisse. Vagues".
Öl auf Leinwand, auf Hartplatte,
sig. u.r.,
47x63 cm
Stellenweise minimes Craquelé.
Provenienz: W. Egger, Oftringen; Sammlung Bollag, Schweiz; Galerie zur alten Kanzlei, Zofingen, 1970; Privatbesitz, Schweiz.
Literatur: Valentina Anker, Alexandre Calame. Vie et oeuvre, Catalogue raisonné de l′oeuvre peint, Fribourg 1987, S. 423, Nr. 595 (mit Abbildung).
Laut Valentina Anker entstand das Gemälde zwischen 1854 und 1857; es weist Ähnlichkeiten mit einem Werk im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen auf (Inv.-Nr. 1129).
Alexandre Calame war zunächst nicht für den Künstlerberuf bestimmt, obwohl er nach dem frühen Tod des Vaters Schweizer Veduten kolorieren musste, um sich und seiner Mutter den Lebensunterhalt zu verdienen. Mit 14 Jahren kam er als Lehrling in ein Genfer Bankierhaus. Der Direktor des Unternehmens, der zugleich Calames Vormund war, erkannte die künstlerische Begabung des Knaben und stellte ihn François Diday vor, in dessen Atelier er 1829 eintrat. Dort machte er rasch Fortschritte und entschloss sich bereits nach drei Monaten, die kaufmännische Laufbahn aufzugeben und sich ganz der Malerei zu widmen. Calame avancierte in der Folge zu einem der bedeutendsten Schweizer Landschaftsmaler, der die verschiedenen Stimmungen und Lichtverhältnisse, aber auch die majestätische Grösse und unbezähmbare Wildheit der Alpenwelt wie kaum ein anderer darzustellen wusste.
Das Gemälde gibt den Blick vom Nordufer des Vierwaldstättersees gegen den Urnersee frei. Es dürfte in der Nähe von Brunnen entstanden sein.
| Estimation | CHF | 11'000 |
| EUR | 12'087 | |
| USD | 13'750 | |
| Adjugé | CHF | 20'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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