"Villa Favorita".
Öl auf Holz,
sig. u.r., verso dat. 1908 u. betitelt,
49,5x26,5 cm
Verso Etikette: Zürcher Kunstgesellschaft, Nr. 3434.
Ausstellungen: Edoardo Berta (1867-1931), Villa dei Cedri, Bellinzona, 31. März - 12. Juni 2000.
Literatur: Anita Guglielmetti, Edoardo Berta 1867-1931, Bellinzona 1999, Nr. 69 (mit Abbildung).
Der Maler, Restaurator, Archäologe und Dozent Edoardo Berta besuchte nach dem Abschluss der Volksschule die Zeichenschule in Bellinzona, gefolgt von der Accademia di Brera in Mailand (1881-1889 und 1891/92), wo er unter Giuseppe Bertini Malerei studierte. 1884 lernte er den Maler Giuseppe Pellizza kennen, der später sein enger Vertrauter und Reisegefährte wurde. 1889 liess er sich in Begleitung Pellizzas von der Weltausstellung in Paris beeindrucken und erhielt im Folgejahr seine erste Werkschau in der Ersten Nationalen Kunstausstellung der Schweiz, wo er bis 1919 regelmässig vertreten sein sollte. 1889/90 studierte Edoardo Berta unter Cesare Tallone an der Akademie Carrara in Bergamo, bevor er 1893 in seine Heimat zurückkehrte, um an der Zeichenschule von Lugano zu dozieren. Es folgten Ausstellungen in Venedig, Monaco, Turin, Düsseldorf, eine Kirchenkunst-Ausstellung in Bellinzona sowie eine Studienreise in die Toskana und Umbrien, wo sich Berta von der Malerei der Frührenaissance inspirieren liess. 1903 wurde er mit dem Aufbau und der Ausstellungsinszenierung des Museo Storico in Lugano beauftragt. Im gleichen Jahr wurde Berta Beauftragter zur Erhaltung der Tessiner Kunstdenkmäler sowie Mitglied der Denkmalkommission und der Eidgenössischen Kunstkommission. Bereits zu Lebzeiten eilte ihm der Ruf als repräsentativem Maler des Tessins voraus. Stilistisch bewegte sich Edoardo Berta anfänglich zwischen dem lombardischen Realismus und dem Pointilismus, bevor er seinen eigenen, unverkennbaren Stil entwickelte, bei dem sich Elemente des Symbolismus und des Lyrismus verbinden.
Das angebotene Gemälde zeigt das löwenbekrönte Tor zum See der Villa Favorita in Lugano-Castagnola. Dieses Gebäude wurde 1687 von Karl Konrad von Beroldingen erbaut und befand sich von 1919-1932 im Besitz von Friedrich Leopold von Preussen. Die nachfolgenden Eigentümer Heinrich Thyssen und sein Sohn Hans Heinrich Thyssen-Bornemisza de Kászon bestückten das Anwesen mit einer bedeutenden Kunstsammlung, die sich heute im Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid befindet.
| Estimation | CHF | 16'000 |
| EUR | 17'582 | |
| USD | 20'000 | |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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