"Bildnis Emilie Amiet-Baer".
Öl auf Leinwand,
sig. u. dat. (18)94 M.r.,
65x81 cm
Provenienz: Direkt vom Künstler an die Familie der heutigen Besitzerschaft.
Das angebotene Gemälde ist beim Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaften als eigenhändige Arbeit von Cuno Amiet registriert (Inventar-Nr. 92′069).
"1894, im Jahr nach seiner Rückkehr aus Pont-Aven in der Bretagne, malte der 26-jährige Künstler einige Porträts von Familienmitgliedern, darunter dieses Bildnis von Emilie Amiet-Baer, die Josef Ignaz Amiet nach dem Tode seiner ersten Frau, der Mutter von Cuno Amiet, geheiratet hatte. Sie stammte aus der Familie eines Seidenfabrikanten in Rifferswil am Albis und führte am Friedhofplatz in Solothurn ein Geschäft für Posamenten. Stil und Komposition des Gemäldes reflektieren in ihrer bewussten Asymmetrie und der malerischen Strukturierung durch die verschiedenen dekorativen Dessins die bedeutenden Erfahrungen, die Amiet soeben im Kreis der Künstler um Gauguin und der Nabis gemacht hatte. Noch stiess er damit auf allgemeines Unverständnis, das in den folgenden Jahrzehnten dann einer wachsenden Bewunderung weichen sollte, die den ehemaligen jungen Avantgardisten zum gefeierten Maler der Schweizer Moderne werden liess."
Wir danken Viola Radlach, Co-Autorin des Werkkataloges von Cuno Amiet, SIK-ISEA, Zürich, für die freundliche Genehmigung zur Publikation dieses Textbeitrages.
| Estimation | CHF | 90'000 |
| EUR | 98'901 | |
| USD | 112'500 | |
| Adjugé | CHF | 75'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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