"Pont d′Iéna".
Aquarell über Bleistift,
sig. u.l., verso a. Galerie-Etikett betitelt,
27,5x42,5 cm (LM)
Provenienz: Galerie du Chêne, Lausanne, Nr. 7074; Privatbesitz, Schweiz.
Paul Signac entstammte einer Pariser Händlerfamilie, die ihm eine Laufbahn als Architekt zugedacht hatte. Der Besuch einer Ausstellung von Claude Monet im Jahr 1880 hinterliess beim jungen Mann einen nachhaltigen Eindruck und weckte in ihm den Wunsch, Maler zu werden. Nach dem Besuch der privaten Académie Bing und ersten, von Claude Monet und Alfred Sisley beeinflussten Malversuchen machte er 1884 auf dem neuen Salon des Artistes Indépendants die Bekanntschaft mit Georges Seurat, mit dem ihn eine enge Freundschaft verbinden sollte. In Zusammenarbeit entwickelten sie in der Folge die Prinzipien des Pointillismus und präsentierten ihre Kompositionen an gemeinsamen Ausstellungen. 1887 besuchten beide Brüssel und reisten anschliessend ans Mittelmeer, wo Signac 1893 in St-Tropez ein Haus erwarb. Ein Jahr zuvor hatte er eine Verwandte Camille Pissarros geheiratet und war von der Bretagne nach Marseille gesegelt. Motive mit Segelbooten und Häfen in lichten Farben und nuancenreichen Kontrasten bildeten seit jener Zeit ein bevorzugtes Sujet in seinem Schaffen. Paul Signac gilt neben Georges Seurat als bedeutendster Vertreter des Pointillismus.
Der Pont d′Iéna ist eine Pariser Brücke, die den Champs de Mars und den Eiffelturm mit dem Palais de Chaillot und die Jardins du Trocadéro verbindet. Das Werk reiht sich in die Pariser Seinestücke ein, die Paul Signac vor allem in den 1920er Jahren geschaffen hat.
| Estimation | CHF | 12'000 |
| EUR | 13'186 | |
| USD | 15'000 | |
| Adjugé | CHF | 18'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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