"Tango".
Öl auf Leinwand,
sig. u. dat. (20)03 u.r., verso a. umgeschlagener Lwd. betitelt,
50x35 cm
Echtheitsbestätigung: Fernando Botero.
Der Maler und Bildhauer Fernando Botero zählt zu den namhaftesten Vertretern der modernen kolumbianischen Kunst. Geboren in Medelløn als Sohn eines Handlungsreisenden liess er sich zunächst zum Matador ausbilden, bevor er sich der Kunst zuwandte. Bereits mit 16 Jahren wurden erste Werke in seiner Geburtsstadt ausgestellt. Zu seinen frühen Einflüssen zählen Diego Riviera sowie die präkolumbianische und koloniale Kunst seiner Heimat. Während eines kurzen Aufenthaltes in Bogotá 1951 kam Botero in Kontakt mit der kolumbianischen Avantgarde des Cafés "Automática". Anschliessend begab er sich zu Studienzwecken an die Academia San Fernando in Madrid und kopierte nebenbei im Prado Gemälde, die er an Touristen verkaufte. Nach Aufenthalten in Bogotá und Mexiko siedelte der Künstler 1960 nach New York über. Mitte der 1960er Jahren entwickelte er seinen eigenen, unverkennbaren Stil: Runde, korpulente Figuren, in deren Wesen untergründige Satire und Kritik an den herrschenden Verhältnissen mitschwingen. Eine Begegnung mit Dorothy Miller, der damaligen Kuratorin des Museum of Modern Art in New York, verhalf seinen Werken zu internationalem Durchbruch. 1973 zog der Kolumbianer nach Paris, wo er sich bis 1978 ausschliesslich der Bildhauerei widmete. Fernando Botero lebt heute in Paris, Monte Carlo und New York.
Tanzende und Musiker bevölkern seit den 1980er Jahren die Leinwände von Fernando Botero. Der auch in Kolumbien populäre Tango erfährt beim vorliegenden Werk eine ironisierende Verfremdung, indem die rothaarige Dame - im Unterschied zu ihrem Tanzpartner - nackt und mit Zigarette in der Linken wiedergegeben ist. Sinnlichkeit und Humor, gepaart mit einer Prise Melancholie, kennzeichnen die weltweit geschätzte Bilderwelt von Fernando Botero.
| Estimation | CHF | 250'000 | * |
| EUR | 274'725 | * | |
| USD | 312'500 | * | |
| Adjugé | CHF | 250'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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