"Le Pont à Labastide du Vert en été vers midi".
Öl auf Leinwand,
sig. u.l.,
73,5x83,5 cm
Provenienz: Privatbesitz, Schweiz.
Expertise: Cyrille Martin (Enkel des Künstlers), Razac-de-Saussignac, 21. September 2013.
Der aus Toulouse stammende Henri-Jean-Guillaume Martin siedelte als 19-Jähriger nach Paris über, wo er ins Atelier von Jean-Paul Laurens eintrat. In den folgenden Jahren beteiligte er sich regelmässig am Salon und fand mit seinem in der akademischen Tradition stehenden Frühwerk rasch Beachtung. Nach einer ersten Auszeichnung 1883 ermöglichte ihm der Gewinn eines Stipendiums 1885 eine Italienreise, die einen Wendepunkt in seinem künstlerischen Wirken markierte. Neben dem Studium der italienischen Primitiven und dem Werk Giottos übte der Postimpressionismus den entscheidenden Impuls auf sein späteres Schaffen aus. In der Pariser Galerie Georges Petit beteiligte er sich in den folgenden Jahren an den Gruppenausstellungen der "Société Nouvelle", der u.a. auch Claude Monet, Albert Bernard, Jacques Émile Blanche und Henri-Eugène Le Sidaner angehörten. Seine Arbeiten für die Ausschmückung des Hôtel de Ville 1895 bildeten den Auftakt zu einer Reihe vielbeachteter öffentlicher Aufträger, die ihm die Aufnahme in die Ehrenlegion und die Mitgliedschaft des Institut einbrachten.
Das vorliegende Gemälde entstand nach Angaben von Cyril Martin zwischen 1910 und 1920 und zeigt die imposante Brücke von Labastide-du-Vert. Der Ort liegt bei Marquayrol in den Pyrenäen, wo sich der Künstler um 1900 ein Haus gekauft hatte. In dieser Gegend fand Martin zahlreiche Sujets. Die Brücke über den Vert fing er immer von Neuem aus verschiedenen Blickwinkeln und zu verschiedenen Tageszeiten ein. Unsere Ansicht ist mit freien, kurzen und farbkräftigen Pinselstrichen ausgeführt und beeindruckt durch ihr feines Licht- und Farbspiel.
| Estimation | CHF | 190'000 | * |
| EUR | 208'791 | * | |
| USD | 237'500 | * | |
| Adjugé | CHF | 170'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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