"Le loup et la vierge".
Pastell und Kohle auf Papier,
sig. u.r., verso dat. 1959 u. betitelt,
47x62 cm (LM)
Mit Wasserzeichen: "Mbm Ingres d′Arches".
Nachdem der Tapetenhandel seines Vaters die Familie nach Brüssel gebracht hatte, studierte André Masson an der Académie Royale des Beaux-Arts in der belgischen Hauptstadt. Auf Anraten Émile Verhaerens liess die Familie ihren Sohn nach Paris ziehen, wo er die Freskomalerei erlernte und von dort mit einem Stipendium nach Italien reiste. Während des Ersten Weltkrieges wurde Masson schwer verletzt. Diese Erfahrung zusammen mit den Leiden und Elend des Krieges sind der Hauptgrund für die konstante Wiederkehr von Gewalt, Blut und Tod in seinem Oeuvre. Nach einigen Rückschlägen konnte er Anfang der 1920er Jahre einige seiner Bilder verkaufen und stellte zusammen mit der Gruppe der Surrealisten in Paris aus. Es folgte ein bewegtes und erfolgreiches Leben mit häufigen Wohnortwechseln innerhalb von Frankreich und Aufenthalten in Spanien und Amerika. Schwankte er anfänglich zwischen der kubistischen und surrealistischen Richtung, so ging er vorübergehend zur Abstraktion über, um schliesslich wieder vermehrt im surrealistischen Stil zu malen. 1954 erhielt er den begehrten "Grand Prix National des Arts".
Die Komposition "Le loup et la vierge" wird aus einem abstrakt wirkenden, schwingenden Liniengefüge in leuchtenden Farben gebildet.
| Estimation | CHF | 7'500 |
| EUR | 8'241 | |
| USD | 9'375 | |
| Adjugé | CHF | 5'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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