"L′Avalanche".
Tempera auf Gaze, auf Hpl.,
sig. u. dat. 1945 u.r., verso a. Etikett betitelt,
199x130 cm
Literatur: Roger de Craon-Poussy, Remo Patocchi. Maler der Alpen, Zürich 1946, Tafel II (mit ganzseitiger Abbildung).
Trotz künstlerischer Begabung arbeitete Remo Patocchi wie schon sein Vater zunächst als Beamter in einer Post- und Telegrafenverwaltung. Seinem bürgerlichen Beruf stets fremd geblieben, besuchte er später die Zeichenschule seiner Geburtsstadt und gab die Beamtenlaufbahn nach dem Tod seiner Eltern zu Gunsten der Malerei auf. Nach der Heirat mit Asia Perea, Tochter eines Professors an der Mailänder Accademia delle Belle Arti di Brera, vertiefte er sein Kunststudium. Patocchi - selbst ein erprobter Alpinist - machte sich hauptsächlich als Alpenmaler einen Namen. Während die künstlerischen Mittel und Techniken seiner nicht selten direkt vor Ort entstandenen Aquarelle und Gemälde im Lauf der Zeit einen Wandel erfuhren, so blieb der Tessiner thematisch zeitlebens der Bergwelt verbunden.
Die Komposition "L′Avalanche", die von Patocchi-Kenner Roger de Craon-Poussy als "hinreissende Schönheit" bezeichnet wurde, besticht durch die gewaltige Dynamik ihrer Protagonistin. Nach Craon-Poussy versinnbildlicht die Lawine "die Hoffnung, die Wiedergeburt, die ewige Wiederkehr des Lebens", indem sie einerseits Tod und Verwüstung mit sich bringt, anderseits den "heiligen Frieden der Natur" verkörpert.
| Estimation | CHF | 10'000 |
| EUR | 10'989 | |
| USD | 12'500 | |
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