"Movie".
Acryl-Hinterglasmalerei, Lack auf Glas,
verso sig., dat. 1997 u. bez. "BAB 1173",
63x110 cm, ungerahmt
Glas am rechten Rand mit zwei Chips sowie obere linke Ecke angestossen.
Silvia Gertsch liess sich zunächst zur Primarlehrerin ausbilden und absolvierte anschliessend ein Studium der Freien Kunst an der Kunsthochschule Bern. Seit 1988 ist sie als freie Künstlerin tätig. Schuf sie anfangs vorwiegend expressive Werke, in denen die Auseinandersetzung mit der weiblichen Figur im Mittelpunkt stand, so führte die Bekanntschaft mit dem deutschen Künstler Xerxes Ach (geb. 1937), ihrem späteren Lebenspartner, zu einer Veränderung in ihrem Werk. Sie bewegte sich von der Wiedergabe menschlicher Körper weg und stellte geometrische Formen bei gleichzeitiger Reduktion der Farbpalette in den Mittelpunkt. Seit 1996 setzt sie sich vermehrt mit dem Phänomen Licht auseinander, wobei sowohl das Sonnen- als auch das künstliche Licht als Inspirationsquellen dienen. Als Grundlage ihrer Gemälde verwendet Gertsch Videostills aus eigenen Aufzeichnungen, in denen sie unspektakuläre, alltägliche Szenen festhält. Oft in Serien arbeitend, bedient sie sich konsequent der Hinterglasmalerei - einer aus der Volkskunst stammenden Technik.
"Movie" gehört zu der zwischen 1997 und 2002 entstandenen Serie von Nacht-, Nebel-, und Dämmerungsbildern. Silvia Gertsch greift das Sujet einer modernen fünfarmigen Strassenlaterne auf und stellt diese in einem diffusen Licht dar.
| Estimation | CHF | 10'000 |
| EUR | 10'989 | |
| USD | 12'500 | |
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