Waldrand am Niederrhein mit Bauernpaar.
Öl auf Leinwand,
sig. u. dat. 1849(?) u.r.,
41,5x52,5 cm
Stellenweise minimes Craquelé.
Der Landschaftsmaler Johann Bernhard Klombeck blieb zeitlebens mit seiner Heimatstadt Kleve verbunden. Geboren als Sohn des Schneidermeisters Heinrich Klombeck wurde er schon früh durch den Halbbruder seiner Mutter, den Klevener Maler Matthias Tinthoff, künstlerisch ermutigt. Es ist anzunehmen, dass letzterer den jungen Maler in die 1841 gegründete Zeichenakademie des niederländischen Landschaftsmalers Barend Cornelis Koekkoek schickte. Dem Beispiel seines Lehrers folgend, widmete sich Klombeck fortan der Darstellung von Waldstücken und Landschaften, die er im Wechsel der Jahreszeiten auf die Leinwand zu bannen pflegte. Ebenso übernahm er Koekkoeks kompositorische und stilistische Merkmale, arbeitete jedoch mehr in einem pastoralen als in dem für Koekkoek typischen, heroisierenden Stil. Klombecks Landschaften mit ihren bukolischen Szenen und Architekturstaffagen unter weitem Himmel sind unverkennbar in der Tradition der niederländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts verwurzelt. Teilnahmen an den Salons von Berlin und Brüssel sowie die Herausgabe von Stichen nach seinen Gemäldevorlagen steigerten Klombecks Bekanntheitsgrad und machten ihn zu einem angesehenen und wohlhabenden Künstler. Erst mit dem Einsetzen realistischer und frühimpressionistischer Strömungen wurde die akademische Malerei und mit ihr auch die Klevener Schule zunehmend in den Hintergund gedrängt.
Die vorliegende, der deutschen Romantik zuzuzählende Komposition öffnet die Sicht auf eine typische niederrheinische Landschaft in der näheren Umgebung von Kleve, der Heimat von Johann Bernhard Klombeck.
Wir danken Guido de Werd, Kleve, für die Echtheitsbestätigung und seine Informationen anhand von Fotografien. Er hält die bislang unbekannte Arbeit für "ein schönes und charakteristisches Werk" des Künstlers und wird es in sein Archiv aufnehmen.
| Estimation | CHF | 10'000 |
| EUR | 10'989 | |
| USD | 12'500 | |
| Adjugé | CHF | 8'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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