"Zwiegespräch".
Öl auf Leinwand,
sig. u. dat. (19)28 u.r., verso a. Etikett betitelt,
170x138 cm
Verso Etikett: Württembergischer Kunstverein, Stuttgart, Nr. 320.
Provenienz: Sammlung Hans Hubacher, Bern.
Bereits in frühester Jugend nahm Martin Lauterburg Malunterricht beim Schweizer Landschaftsmaler Ernst Linck. Nach der Matura am Freien Gymnasium in Bern absolvierte er ein Semester Philosophie und Philologie an der Neuenburger Universität, danach studierte er 1910-1913 an der Kunstgewerbeschule in München. In diesem Zeitraum tätigte er private Studien in der alten und neuen Pinakothek und liess sich sowohl von Altmeistern wie Albrecht Dürer, Albrecht Altdorfer, Peter Paul Rubens und Diego Velásquez als auch von Künstlern des 18. und 19. Jahrhunderts inspirieren. 1919 trat er der expressionistisch orientierten Künstlervereinigung "Neue Sezession" bei. In der Folgezeit entwickelte der in der Schweiz und Deutschland beliebte Maler seinen eigenen Stil - eine Kombination aus altmeisterlicher Manier und expressiven Facetten. 1925 bereiste Lauterburg Amsterdam, 1932 Paris. Nach kurzem Aufenthalt in München kehrte er 1935 nach Bern zurück. Lauterburgs Oeuvre, das sich durch starke Hell-Dunkel-Kontraste und eine Bildfülle definiert, umfasst mehrheitlich religiöse Kompositionen, Selbstbildnisse in Verbindung mit Atelierszenen, Blumenstillleben und Porträts. Sein Spätwerk hingegen zählt stilistisch zur gegenstandslosen Malerei. Besondere Popularität erlangte Lauterburg als "Geranienmaler".
Das vorliegende, expressiv und gleichzeitig altmeisterlich anmutende Stillleben vertritt Martin Lauterburgs stilistischen Eigenheiten exemplarisch. Der Einbezug der hölzernen Gliederpuppe und der Masken verraten zudem eine Verbindung zu surrealistischen Strömungen.
| Estimation | CHF | 8'000 |
| EUR | 8'791 | |
| USD | 10'000 | |
| Adjugé | CHF | 9'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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