Blick vom Palatin mit den Ruinen der Kaiserpaläste auf die Ruinen der Caracalla-Thermen und den Monte Cavo.
Aquarell über Bleistift,
sig. u.r.,
50x71 cm
Der Kunstmaler, Radierer und Aquarellist Salomon Corrodi entstammte einer protestantischen Pfarrersfamilie mit italienischen Wurzeln. Während seiner Lehrzeit im Atelier des Zürcher Landschaftsmalers Johann Jakob Wetzel 1825/26 entstanden erste Schweizer Landschaften in der Art seines Meisters. 1832 reiste Corrodi nach Rom, wo er bald Bekanntschaft mit dem Künstlerkreis um Franz Catel machte. In der Folgezeit vollzog der Künstler einen stilistischen Wandel, indem er sich dem südlichen Ideal einer lichterfüllten und farbintensiven Landschaftsmalerei zuwandte und daneben Aquarelle anfertigte. Zu seinem Motivkreis zählten Landschaften und architektonische Darstellungen, darunter Panoramen von Rom sowie Szenen und Veduten von Venedig, Florenz, Neapel und Palermo. Sowohl der russische Zar Nikolaus I als auch das englische und preussische Königshaus gehörten zu Corrodis erweitertem Kundenkreis. Ab 1843 weilte der Künstler für längere Zeit in Florenz, und zwei Jahre später engagierte er sich als Gründungsmitglied des Deutschen Künstlervereins in Rom, dem er 1853-1856 auch als Präsident vorstand. Eine 1849 in München organisierte Ausstellung brachte nicht nur dem Verein, sondern auch Corrodi selbst reichlich Erfolg. Sein Wohndomizil wurde in den 1850er Jahren zum beliebten Treffpunkt von Schweizer Künstlern. Corrodis Spätwerk zeugt von einer aufgelockerten kompositorischen Anlage, einer veränderten Pinselschrift und einer transparenteren Farbpalette. Anlässlich seines 50-jährigen Aufenthaltes in Rom erhielt der Schweizer 1892 die Ehrenmitgliedschaft und den Professorentitel der Accademia di San Luca.
Das angebotene Aquarell dürfte aufgrund seiner leichten Farbgebung und lockeren Komposition in Salomon Corrodis späteren Jahren entstanden sein.
| Estimation | CHF | 6'000 |
| EUR | 6'593 | |
| USD | 7'500 | |
| Adjugé | CHF | 8'500 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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