Notre-Dame de Paris.
Gouache,
sig. u.l.,
18x31 cm (LM)
Eugène Galien-Laloue war ein französischer Maler, dessen Werke nicht nur wegen ihrer künstlerischen Qualität, sondern auch wegen ihres kulturhistorischen Gehalts Popularität erlangten. Früh schon wurde der junge Franzose durch Léon Germain Pelouse, einen Vertreter der Barbizon-Schule, in Malerei unterrichtet. Nach dem Tod seines Vaters, dem Maler und Bühnenbildner Charles Laloue, sah sich der erst 16-Jährige als ältester Sohn der Familie gezwungen, seine begonnene Kunstausbildung aufzugeben und einer Arbeit als Notargehilfe nachzugehen. 1871 meldete er sich ausserdem als Freiwilliger für einen Kurzeinsatz im Deutsch-Französischen Krieg. Im Zuge seines darauffolgenden Engagements als Entwurfszeichner für die französische Eisenbahngesellschaft kam Laloue mit dem ländlichen Frankreich in Kontakt. Seine frühesten, ausschliesslich in Gouache und Pastell gefertigten Werke, mit denen er vereinzelt in den Pariser Salons von 1886 und 1889 vertreten war, zeigen denn auch hauptsächlich Fluss- und Küstenlandschaften der Normandie. Im Unterschied dazu fangen Laloues Werke der Jahrhundertwende auf vielfältige Weise den Zeitgeist der damaligen Belle Epoque ein. Die meist herbstlich oder winterlich anmutendenen Szenen schildern das Alltagstreiben in den Pariser Strassen und Plätzen mit Menschen, Tieren, Fahrzeugen und Gebäuden. Für die Dokumentation anderer Städte bediente sich der Künstler, der nur ungern reiste und zeitlebens unter verschiedenen Pseudonymen arbeitete, oftmals gedruckten Vorlagen wie Postkarten oder Fotografien.
| Estimation | CHF | 6'000 | * |
| EUR | 6'593 | * | |
| USD | 7'500 | * | |
| Adjugé | CHF | 3'500 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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