Sans titre.
Öl auf Holz,
mgr. u.r.,
33,5x27,5 cm
Provenienz: Galerie Alice Pauli, Lausanne, 1992; Westschweizer Privatbesitz.
Das Werk entstand um 1977/78.
Pierre Tal-Coat, mit bürgerlichem Namen Pierre Louis Jacob, wuchs in der Bretagne auf, wo er 1918 eine Lehre als Schmied absolvierte und erste plastische Arbeiten anfertigte. Ab 1923 war er auf einem Notariat und anschliessend als Dekorationsmaler in der Keraluc-Porzellanmanufaktur in Quimper tätig. 1924 zog er nach Paris und änderte, um einer Verwechslung mit dem Dichter Max Jacob vorzubeugen, seinen Namen in Tal-Coat, was auf Deutsch so viel wie "Holz-Gesicht" bedeutet. In der französischen Hauptstadt arbeitete er für die Académie de la Grande Chaumière und die Manufacture de Sèvres. 1939 erhielt er das Aufgebot der Armee, wurde aber im Folgejahr bereits wieder demobilisiert. Anschliessend lebte er in Aix-en-Provence, einer Zufluchtsstätte von vielen Künstlern während des Zweiten Weltkrieges, und begann sich mit der Abstraktion und der Wirkung des Lichtes auseinanderzusetzen. 1945 kehrte er nach Paris zurück und nahm erstmals am Salon de Mai teil. Für sein Wandgemälde am Eingang der Fondation Maeght, bei deren Ausgestaltung er unter anderem mit Joan Miró und Raoul Ubac zusammenarbeitete, erhielt er 1968 den Grand Prix National des Arts. Tal-Coat gilt als Vertreter der Lyrischen Abstraktion und als Mitbegründer des Tachismus, der - entwickelt in den 1940er Jahren - eine intuitive Malweise ins Zentrum des künstlerischen Prozesses stellte. Neben Gemälden hinterliess der Bretone auch Zeichnungen, druckgrafische Werke und kunsttheoretische Schriften.
| Estimation | CHF | 6'000 |
| EUR | 6'593 | |
| USD | 7'500 | |
| Adjugé | CHF | 8'200 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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