Nu allongé.
Öl auf Leinwand,
sig. u. dat. (19)43 o.l.,
74x116 cm
Émile François Chambon, Sohn einer Genfer Familie, nahm im Herbst 1921 ein Kunststudium an der École des Beaux-Arts seiner Geburtsstadt auf. Im Zuge seiner Ausbildung erhielt er mehrere Stipendien, die ihm einen Studienaufenthalt in Paris ermöglichten, wo er sich unter anderem im Louvre mit den Werken von Rembrandt, Peter Paul Rubens und Théodore Géricault auseinandersetzte. Während jener Zeit kam er auch in Berührung mit dem Kubismus, der ihn neben der klassischen Kunst und den Realisten Gustave Courbet und Félix Vallotton nachhaltig beeinflussen sollte. Chambons Oeuvre bewegt sich am Rand der grossen Kunstströmungen. Seine Gemälde und Zeichnungen sind von geometrischer Formensprache und deskriptiver Präzision geprägt, in welcher Landschaften, Genreszenen, Stillleben und Figuren geschildert werden. Besonders Frauendarstellungen mit ihren häufig erotischen Konnotationen porträtierte der Genfer Künstler in unterschiedlichster Weise. Trotz divergierender Bildmittel wird Chambons Werk oft in Verbindung mit Balthus gebracht.
Mit aufreizend geöffnetem Mieder und einem sanft um die Oberschenkel geschlungenen Tuch, das ihre Blösse bewusst nicht verdeckt, präsentiert die Dargestellte im vorliegenden Werk ihre üppige Weiblichkeit. Die provokativ-erotische Wiedergabe ist kein Einzelfall in Chambons Werk, sondern zählt zur üblichen Annäherungsweise bei der Beschäftigung mit dem weiblichen Akt. Das Modell mit der blonden Mähne ist im Übrigen keine Unbekannte, taucht es doch mehrfach im Werk des Künstlers der 1940er Jahre auf - stets erkennbar am recht grosszügigen Perlenschmuckbehang.
| Estimation | CHF | 10'000 |
| EUR | 10'989 | |
| USD | 12'500 | |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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