Orientalische Karawanserei.
Öl auf Holz,
sig. u.l.,
49x59 cm
Der in Granada geborene Mariano Bertuchi lebte von Kindsbeinen an in Malaga, wo er später auch seine künstlerische Ausbildung an der Academia Provincial de Bellas Artes begann und daraufhin mehrfach die Studienorte wechselte. Bereits als 14-Jähriger schuf er erste Werke im Stil der orientalischen Romantik. 1898 hielt er sich erstmals in Marokko auf, einem Land, zu dem er eine grosse Zuneigung entwickeln sollte. Beeinflusst vom dortigen, damals unter spanischer Kolonialherrschaft stehenden Leben löste er seine Kunst rasch von den Klischees des Orientalismus und fing stattdessen den vorgefundenen nordafrikanischen Alltag szenisch ein. Schliesslich liess sich Bertuchi dauerhaft in Marokko nieder, wo er sich auch in der spanischen Kolonialverwaltung engagierte und 1928 zum Oberinspektor der Abteilung Bildende Kunst befördert wurde. 1936 entstand eine Reihe touristischer Plakate und 1945 gründete Bertuchi eine Kunstschule in Tetuán. Neben Alltagsszenen umfasst das Werk des Spaniers auch Kriegs-, Militär- und Stierkampfmotive, die mit schnellem, pastosem Pinselstrich und leuchtenden Farben auf die Leinwand gebannt wurden.
| Estimation | CHF | 6'000 |
| EUR | 6'593 | |
| USD | 7'500 | |
| Adjugé | CHF | 3'800 |
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