"Nu aux oiseaux".
Öl auf Leinwand,
sig. u.r., verso a. Keilrahmen num. II/707 sowie a. Ausstellungs-
Etikett dat. 1946, 73x92 cm
Provenienz: L. Huguenin, Le Locle; Privatbesitz, Schweiz.
Das vorliegende Gemälde ist im Online-Archiv der Association Rodolphe-Théophile Bosshard aufgeführt (Inventar-Nr. B0707).
Ausstellungen: R. Th. Bosshard 1889-1960. Exposition rétrospective, Musée Cantonal des Beaux-Arts, Lausanne, 6. April - 20. Mai 1962, Nr. 191; R. Th. Bosshard, Musée Jenisch, Vevey. 17. Oktober - 15. November 1970, Nr. 43 (verso Etikett); Rodolphe Théophile Bosshard, Fondation de l'Hermitage, Lausanne, 22. März - 1. Juni 1986, Nr. 102.
Literatur: Madeleine Bariatinsky, Catalogue des peintures de R. Th. Bosshard 1889-1960, S. 19, Nr. 707. Beilage zu: Romain Goldron/Madeleine Bariatinsky, Rodolphe-Théophile Bosshard. Peintures, dessins, poèmes et textes, Lausanne 1962, S. 93; Gazette de Lausanne, 24. März 1986, S. 5 (mit Abbildung).
Im Alter von 18 Jahren begab sich Rodolphe Théophile Bosshard nach Genf, um an der École des Beaux-Arts Malerei zu studieren und sich im Modellieren unterrichten zu lassen. 1910 reiste er erstmals nach Paris, wo er Kurse an der Académie de la Grande Chaumière belegte und zusammen mit seinem Freund Gustave Buchet den Louvre besuchte. Seine erste wichtige Ausstellung fand 1916 in der Galerie von Paul Vallotton in Lausanne statt. 1920-1924 hielt er sich erneut in Paris auf. In engem Kontakt mit Marc Chagall, André Derain, Gino Severini, Ossip Zadkine und anderen Vertretern der Avantgarde avancierte er bald zu einem der bekanntesten Künstler der Stadt, dessen Werke zusammen mit jenen von Chagall und Picasso ausgestellt wurden. 1926 kehrte er in die Schweiz zurück, wo er sich bis 1944 in Riex und anschliessend bis zu seinem Tod in Chardonne niederliess. Die verschiedenen Anregungen, die Bosshard auf seinen zahlreichen Reisen nach Griechenland, Algerien, Italien und in andere Länder empfing, spiegeln sich in der stilistischen und thematischen Vielfalt seines Werkes wider.
Der weibliche Akt dominierte Bosshards Schaffen ganz allgemein. Im angebotenen Werk erfuhr die Hauptfigur die gleiche malerische Behandlung wie die übrigen Elemente der Szenerie. In Verbindung mit dem teils willkürlich eingesetzten Licht spielte der Künstler mit den verschiedenen Volumina und tauchte die Darstellung in eine Lichtatmosphäre von traumähnlicher Wirkung.
| Estimation | CHF | 36'000 |
| EUR | 39'560 | |
| USD | 45'000 | |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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