"Gesamtkomposition III".
Bleistift und Farbstift,
verso a. Etikett betitelt,
20,5x17 cm (LM)
Kleiner Einriss oben links.
Ausstellung: Otto Meyer-Amden (1885-1933), Kunsthalle, Basel, 15. Juli - 9. September 1979, Nr. 87 (verso Stpl.).
Nach dem frühen Tod seiner Mutter wuchs Otto Meyer bei Pflegeeltern und im Waisenhaus der Berner Burgergemeinde auf. Im Anschluss an eine Lithografenausbildung in der Steindruckerei der Kunstanstalt Lips studierte er 1906/07 an der Kunstakademie in München und avancierte 1909 zum Meisterschüler von Adolf Hölzel in Stuttgart. Drei Jahre später luden ihn Willi Baumeister und Hermann Huber nach Amden ein, wo sich kurzzeitig eine Künstlerkolonie gebildet hatte. 1913 folgte eine erste Ausstellung im Kunstsalon am Neckartor in Stuttgart, u.a. zusammen mit Juan Gris und Oskar Kokoschka. Otto Meyer, der sich fortan Meyer-Amden nannte, verblieb bis 1928 in Amden und widmete sich seiner Kunst, die vor allem abstrahierte Figurenbilder mit lyrischer Stimmung, religiös-symbolische Darstellungen und Jünglingsakte umfasst. Bereits während seiner Zeit an der Stuttgarter Akademie lernte der gebürtige Berner Oskar Schlemmer kennen, der zu einem engen Vertrauten und Freund des Künstlers werden sollte. Zeitlebens standen die beiden Künstler in regem Briefaustausch. So etwa wurde Meyer-Amden unmittelbarer Zeuge der Entstehung des Bauhauses, für dessen Signet er die Bildidee lieferte. 1928-1932 arbeitete er als Lehrer für Gerätezeichnen an der Zürcher Kunstgewerbeschule. In der Limmatstadt lernte er auch Ernst Ludwig Kirchner kennen, der sich seinem Schaffen gegenüber mit grosser Bewunderung äusserte. Ein schweres Kropfleiden zwang Meyer-Amden zur Aufgabe der Arbeit. Seine letzten Monate verbrachte er bei seinem Freund Hermann Huber in Au am Zürichsee.
| Estimation | CHF | 11'000 |
| EUR | 12'087 | |
| USD | 13'750 | |
| Adjugé | CHF | 11'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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