"Cavallo e cavaliere di profilo".
Tempera und Tusche auf Papier,
sig. u. dat. 1951 u.r.,
32x24 cm (BG)
(Bitte scrollen Sie nach unten für die deutsche Version.)
Provenance: Private property, Ticino.
Confirmation of authenticity: Fondazione Marino Marini, Pistoia, September 16, 2021, no. 868.
The theme of horse and horseman - a thematic trademark of Marino Marini - appears in the oeuvre of the Italian artist as early as in the mid-1930s. While initially still in a balanced classicist manner, after the Second World War Marini designed the interplay of the pictorial protagonists in a more abstract, dynamic and ambivalent manner. While in the early period the equestrian figures were still firmly seated on the horse's back, the artist then began to make their position more and more unsteady. The present work dates from this creative period.

Provenienz: Privatbesitz, Tessin.
Echtheitsbestätigung: Fondazione Marino Marini, Pistoia, 16. September 2021, Nr. 868.
Der bedeutende italienische Maler, Druckgrafiker und Bildhauer Marino Marini studierte ab 1917 an der Accademia di Belle Arti in Florenz. Zunächst hauptsächlich als Maler tätig, gewann die Bildhauerei im Oeuvre des Italieners zunehmend an Bedeutung. Nach einem ersten Aufenthalt in Paris 1928 reiste Marini wiederholt für längere Zeit in die französische Metropole und machte dabei Bekanntschaft mit Giorgio de Chirico, Wassily Kandinsky, Aristide Maillol sowie Pablo Picasso, Georges Braque und Henri Laurens. 1929 übernahm er an der Kunstschule Villa Reale in Monza einen Lehrstuhl, den er bis 1940 innehatte. Damals widmete er sich bereits fast ausschliesslich der Bildhauerei. In den Vorkriegsjahren folgte eine erste Einzelausstellung in Mailand, Teilnahmen an verschiedenen Biennalen sowie Studienreisen nach England, Deutschland und Griechenland. Mit seinem motivisch fast rigoros auf die Darstellung von Pferd und Reiter beschränkten plastischen Schaffen setzte noch vor dem Zweiten Weltkrieg Marinis künstlerischer Erfolg ein. Dabei wurde für jede Figur eine eigene plastische Sprache und stets neue stilistische Ausformungen entwickelt. 1940 wechselte der Künstler an die Accademia di Brera in Mailand. Nachdem ein Bombenangriff sein dortiges Atelier und mit ihm ein Grossteil seines Frühwerkes zerstört hatte, floh Marini nach Tenero bei Locarno, wo er sich bis 1946 aufhielt. Während den Schweizer Exiljahren lernte er mit Alberto Giacometti, Fritz Wotruba und Germaine Richier namhafte Vertreter der zeitgenössischen Plastik kennen. 1947 kehrte er nach Mailand zurück und nahm seine Lehrtätigkeit an der Accademia wieder auf. 1948 entstand eines seiner Hauptwerke, der "Angelo della città", den die Sammlerin Peggy Guggenheim erwarb und im Hof ihres Palazzos am Canal Grande in Venedig aufstellen liess. 1949 begegnete Marini dem einflussreichen amerikanischen Kunsthändler Curt Valentin, der ihm eine erste Einzelausstellung in der Buchholz Gallery in New York ermöglichte. Marino Marini war 1952 erfolgreich an der Biennale in Venedig und ab 1955 dreimal an der documenta in Kassel vertreten. In den 1960er und 1970er Jahren widmete er sich wieder vermehrt der Malerei und der Druckgrafik. Neben unzähligen internationalen Ausstellungen wurde er 1962 im Kunsthaus Zürich und 1966 im Palazzo Venzia in Rom mit umfassenden Retrospektiven gewürdigt. 1973 öffneten das Museo Marino Marini in Florenz und das Centro di documentazione dell'opera di Marino Marini in Pistoia ihre Pforten.
Das Sujet von Pferd und Reiter - thematisches Markenzeichen von Marino Marini - taucht im Oeuvre des italienischen Künstlers bereits Mitte der 1930er Jahre auf. Zunächst noch in ausgewogener klassizistischer Manier, gestaltet Marini nach dem Zweiten Weltkrieg das Wechselspiel der Bildprotagonisten abstrakter, dynamischer und ambivalenter. Während die Reiterfiguren in der Frühzeit noch fest verankert auf dem Pferderücken sitzen, liess der Künstler ihre Position zunehmend wackliger erscheinen. Aus dieser Schaffensperiode stammt das vorliegende Werk.
| Estimation | CHF | 45'000 |
| EUR | 49'450 | |
| USD | 56'250 | |
| Adjugé | CHF | 60'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
Nous acceptons les offres écrites ou téléphoniques à l'aide du login, par email (info@dobiaschofsky.com) ou par courrier.
Ou misez en direct avec notre partenaire. Plus d'informations vous trouvez ici
