Sans titre (choux).
Pastell,
sig. u.M.,
70,5x84 cm (LM)
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Provenance: In the 1960s from the artist's wife directly to the family of the current owner, Switzerland.
The work on offer belongs to the series of cabbages ("choux"), a subject to which Sam Szafran devoted himself in the years 1958-1965. The manner of depiction is still reminiscent of the artist's immediately preceding abstract phase. The choice of the motif was based, according to his own statement, on a childhood memory of the Marais district, where in the summer the streets were always filled with the smell of the nutritious vegetables.

Provenienz: In den 1960er Jahren von der Ehefrau des Künstlers direkt an die Familie des jetzigen Besitzers, Schweiz.
Sam Berger, später nach dem Mädchennamen seiner Mutter Sam Szafran genannt, wurde als Sohn polnisch-jüdischer Emigranten in Paris geboren. Im Unterschied zu vielen Mitgliedern seiner Familie überlebte er den Zweiten Weltkrieg. Auf Vermittlung des Roten Kreuzes kam er 1944 bei einer Familie in der Nähe von Winterthur unter. Drei Jahre später siedelte er zusammen mit seiner Mutter nach Australien über, kehrte 1951 in die französische Metropole zurück und schrieb sich für Zeichenkurse bei Henri Goetz an der Académie de la Grande Chaumière ein. Rasch machte er Bekanntschaft mit Antonio Clavé, Yves Klein, Jean Tinguely und Alberto Giacometti. Unter dem Einfluss von Jean-Paul Riopelle und Nicolas de Staël entstanden zunächst abstrakte Kompositionen, die er in den 1960er Jahren zugunsten einer figürlichen Malerei aufgab. Treppenläufe, Gewächshäuser und Atelierinterieurs avancierten nun zu seinen bevorzugten Sujets und die Pastellmalerei zum favorisierten Medium. Mit seinen Arbeiten stellte sich Sam Szafran quer zu den Strömungen der Zeit. Bis 1965 lebte er in grosser Armut. Obwohl sich seine Arbeiten in mehreren Einzelausstellungen präsentieren liessen, wurde die Kunstwelt erst Ende der 1960er Jahre auf den Franzosen aufmerksam. 1974 zog der Künstler in eine ehemalige Giesserei in Malakoff, wo er bis zu seinem Tod lebte und arbeitete.
Das angebotene Werk gehört zur Folge der Kohlköpfe ("choux"), einem Sujet, dem sich Sam Szafran in den Jahren 1958-1965 widmete. Noch erinnert die Art der Darstellung an die unmittelbar vorangegangene, abstrakte Phase des Künstlers. Die Wahl des Motives wurzelte gemäss eigener Aussage in einer Kindheitserinnerung im Pariser Maraisquartier, wo die sommerlichen Strassen jeweils vom Geruch des nahrhaften Gemüses geschwängert waren.
| Estimation | CHF | 12'000 |
| EUR | 13'186 | |
| USD | 15'000 | |
| Adjugé | CHF | 14'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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