"La pastorale".
Braune und schwarze Tusche sowie Deckweiss auf festem Papier,
sig. u.r.,
49x64 cm (BG)
Provenienz: Galerie Paul Vallotton, Lausanne, Nr. 11979 (1981); Privatbesitz, Schweiz.
Bereits während der Schulzeit fiel André Derains zeichnerische Begabung auf. Obwohl seine Eltern ihm eine Laufbahn als Ingenieur zugedacht hatten, knüpfte er auf der École des Mines in Paris Bekanntschaften, die ihn in die lokale Kunstszene einführten. 1898/99 besuchte er unter Eugène Carrière die Académie Camillo und lernte 1900 Maurice de Vlaminck kennen, dessen Freundschaft zentraler Bestandteil für sein künstlerisches Fortkommen werden sollte. Im Zuge einer gemeinsam mit Henri Matisse bestrittenen Ausstellung 1905 im Salon d'Automne etablierte sich der Begriff "Fauves", zu deren Hauptvertretern André Derain zu zählen ist. Die Arbeiten des jungen Künstlers weckten das Interesse der renommierten Galeristen und Kunsthändler Ambroise Vollard und Daniel-Henry Kahnweiler, die zahlreiche von Derains Werken erwarben. 1907 zog der Franzose ins Atelierhaus Les Fusains im Pariser Montmartre. In den folgenden Jahren unternahm er mehrere Studienreisen, pflegte engen Kontakt zu Pablo Picasso und Georges Braque und setzte sich mit dem Kubismus auseinander. Bis Ende der 1920er Jahre war André Derain äusserst erfolgreich, jedoch brachte ihm seine damalige Hinwendung zum Figürlichen und die damit verbundene Indifferenz gegenüber avantgardistischen Strömungen Kritik ein, die sich u.a. in der Schrift "Pour ou Contre Derain" manifestierte. Der Nachfrage seiner Kunst tat dies zwar keinen Abbruch, doch zog sich der Künstler mehr und mehr aus der Pariser Szene zurück und siedelte 1935 nach Chambourcy über, wo er auch bis zu seinem Tod wohnte. Während sich in Derains Frühwerk die verschiedenen Stilphasen noch in klarer zeitlicher Abgrenzung ausmachen lassen, so ist sein späteres Werk von einer zeitgleichen Durchmischung verschiedenster Malstile und -techniken gekennzeichnet. Seine schöpferische Vielseitigkeit macht sich ebenso bemerkbar in der breiten Palette der von ihm beackerten Kunstgattungen, die u.a. auch Entwürfe für Bühnendekorationen und Kostüme umfassen.
| Estimation | CHF | 8'000 |
| EUR | 8'791 | |
| USD | 10'000 | |
| Adjugé | CHF | 9'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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