"26.5.57".
Tempera auf Leinwand,
sig. u. dat. bzw. betitelt u.r.,
15,5x19,5 cm
Provenienz: Galerie Badan, Genf, Nr. 6000 (verso Etikett); Privatbesitz, Schweiz.
Julius Heinrich Bissier verbrachte seine Kindheit und Schulzeit in Freiburg im Breisgau. Musisch begabt, studierte er zunächst Kunstgeschichte und wechselte 1914 an die Kunstakademie Karlsruhe. 1919 traf er den Sinologen Ernst Grosse, der ihn an die asiatische Kunst und Kultur heranführte. 1920 organisierte der Kunstverein Freiburg seine erste Einzelausstellung. 1928/29 erhielt er den Malerpreis des Deutschen Künstlerbundes und unterrichtete an der Universität Freiburg. Nach seiner Begegnung mit Constantin Brâncusi und einem Aufenthalt in Paris entstanden erste abstrakte Tuschearbeiten. Unter dem nationalsozialistischen Regime bot sich Bissier keine Möglichkeit zur Präsentation seiner Werke. Nach einem Brand der Freiburger Universität im Jahr 1934, dem fast das gesamte Oeuvre zum Opfer fiel, und dem Tod von Bissiers Sohn zog sich der Künstler zurück. Erst die grosse Retrospektive der Kestner-Gesellschaft Hannover im Jahr 1958 sollte ihm zu internationalem Durchbruch verhelfen. 1961 zog Julius Heinrich Bissier nach Ascona, wo er in regem Austausch mit Jean Arp, Ben Nicholson und dem in Basel ansässigen Mark Tobey stand.
| Estimation | CHF | 5'000 |
| EUR | 5'494 | |
| USD | 6'250 | |
| Adjugé | CHF | 3'500 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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