"Blau und Rot".
Öl auf Leinwand,
sig. u. dat. (19)65 u.r., verso betitelt,
61x71 cm
Provenienz: Galerie Günther Franke, München (verso Etikett); Galerie Ludorff, Düsseldorf; Privatbesitz, Schweiz.
Ausstellung: Fritz Winter zum 60. Geburtstag, Kunsthalle, Mannheim, 12. März - 17. April 1965, Nr. 21.
Fritz Winter stammte aus einer kinderreichen Familie und war zunächst als Elektromonteur und Bergmann in Ahlen tätig. Nachdem er auf einer Wanderung nach Holland sein Interesse für die Malerei durch das Werk van Goghs entdeckt hatte, bildete er sich auf autodidaktischem Weg weiter und wurde anschliessend im Bauhaus Dessau als Schüler von Paul Klee, Wassily Kandinsky und Oskar Schlemmer aufgenommen. 1933 wurde er von den Nationalsozialisten mit einem Malverbot belegt, musste 1939 an die Ostfront und geriet in russische Kriegsgefangenschaft, von der er erst 1949 heimkehrte. 1955 übernahm er einen Lehrauftrag an der Landeskunstschule in Hamburg, später erhielt er eine Professur an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Kassel, wo er auch auf der documenta I und II vertreten war. Ein Jahr vor seinem Tod wurde in Ahlen ein Fritz-Winter-Haus eröffnet.
Bei allen zwischen 1961 und 1971 entstandenen Werken von Fritz Winter steht die Farbgestaltung im Zentrum. Als unregelmässige Rechteckformen setzte er seine Farbfelder über- und nebeneinander. Die Ränder derselben liess er dabei ausfasern und ineinanderfliessen.
| Estimation | CHF | 65'000 |
| EUR | 71'428 | |
| USD | 81'250 | |
| Adjugé | CHF | 50'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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