"Schwarzwasser II" (Detail 2).
Farbholzschnitt,
verso handsig. u. bez. "Farbprobe Schwarzwasser II",
108x136 cm (BG)
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Provenance: Galerie Patrick Roy, Lausanne (label on the reverse); Private collection, Western Switzerland.
Dated 1994.
The present work is an excerpt (Detail 2) from the right panel of Franz Gertsch’s large-format woodcut Schwarzwasser II, created in 1993/94. By selecting excerpts, the Bernese artist fragmented his monumental prints into more accessible formats. In this composition, he dealt with the theme of water — specifically with the river called Schwarzwasser, which flows near his former home and studio in Rüschegg. Equipped with a Hasselblad camera 12, the artist had already taken his first photographs of the Schwarzwasser in 1991, which he later projected onto his studio wall as image templates.
According to Albrecht Gertsch, to whom we express our gratitude for his information, the offered work is the only known print of this excerpt, and thus constitutes a rarity in Gertsch’s printmaking oeuvre.

Provenienz: Galerie Patrick Roy, Lausanne (verso Etikett); Privatbesitz, Westschweiz.
Datiert 1994.
Franz Gertsch besuchte 1947-1950 die Malschule von Max von Mühlenen in Bern, anschliessend studierte er bis 1952 bei Hans Schwarzenbach. 1949 fand seine erste Einzelausstellung in der Berner Galerie René Simmen statt. Entscheidenden Einfluss auf seine künstlerische Entwicklung hatte die amerikanische Pop Art. Ab 1969 entstanden grossformatige Gemälde mit überdimensional vergrösserten Motiven. Als Vorlagen dienten zunächst fremde, später eigene Fotovorlagen. Durch die nachträgliche malerische Intensivierung der auf die Leinwand projizierten Bilder erzielte er eine hyperrealistische Wirkung, welche die Motive entmaterialisiert erscheinen liess. 1972 wurde er durch die Teilnahme auf der documenta 5 in Kassel international bekannt. Sein bevorzugtes Thema der 1970er Jahre waren Familien- und Gruppenszenen sowie weibliche Porträts. 1986 malte er mit "Johanna II" sein vorerst letztes Ölgemälde. Unter dem Einfluss des Papierschöpfers Ivano Heizaburô, den Gertsch auf einer Japanreise 1987 kennengelernt hatte, schuf er fortan hyperrealistische Holzschnitte. 2002 wurde das Museum Franz Gertsch in Burgdorf eröffnet.
Beim vorliegenden Werk handelt es sich um einen Ausschnitt (Detail 2) aus dem rechten Flügel von Franz Gertschs 1993/94 entstandenem, grossformatigem Holzschnitt "Schwarzwasser II". Mittels Ausschnitten fragmentierte der Berner seine monumentalen Druckgrafiken in zugänglichere Formate. Bei der vorliegenden Komposition befasste er sich mit dem Thema Wasser bzw. mit dem in der Nähe seines ehemaligen Wohn- und Arbeitsortes Rüschegg vorbeifliessenden, Schwarzwasser genannten Flusses. Ausgerüstet mit einer Hasselblad-Kamera 12, machte der Künstler bereits 1991 erste Aufnahmen am Schwarzwasser, die er später als Bildvorlagen an seine Atelierwand projizierte.
Gemäss Albrecht Gertsch, dem wir an dieser Stelle für seine Informationen danken, handelt es sich beim angebotenen Blatt um den einzigen bekannten Abzug dieses Ausschnittes und damit um eine druckgrafische Rarität.
| Estimation | CHF | 38'000 |
| EUR | 41'758 | |
| USD | 47'500 | |
| Adjugé | CHF | 26'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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