Les musiciens.
Öl auf Leinwand,
sig. u.l.,
41x30,5 cm
Der aus einer jüdischen Familie stammende Emmanuel Mané-Katz studierte kurzzeitig an den Akademien von Mirgorod und Kiew und gelangte 1913 nach Paris, wo er Chaïm Soutine und Marc Chagall kennenlernte. 1914-1918 arbeitete er für das russische Ballett und übernahm anschliessend eine Professur in seiner Heimatstadt. 1921 wurde er endgültig in der französischen Metropole sesshaft, fühlte sich aber stets auch als Ukrainer und zionistischer Jude. 1931 präsentierte er ein Gemälde der Klagemauer an der Pariser Weltausstellung und gewann damit eine Goldmedaille. Seine Kompositionen mit Darstellungen von Rabbinern, Yeshiva-Schülern, Musikanten und Hausfrauen in den Strassen jüdischer Viertel dokumentierten ein Leben in hassidischen Gemeinschaften, das die Nazionalsozialisten jäh zerstörten. Mané-Katz' neue Heimatstadt wurde Haifa, das er ab 1928 regelmässig besuchte und das ihm eigens ein Museum widmete. Am neuen Domizil malte er weniger Bilder der jüdischen Gemeinschaft als in Paris, dafür gesellten sich viele ukrainische Landschaftsbilder zum Oeuvre, die aufzeigen, dass der Künstler bis zu seinem Tod sowohl Paris, Israel und auch der Ukraine heimatlich verbunden blieb.
| Estimation | CHF | 8'000 |
| EUR | 8'791 | |
| USD | 10'000 | |
| Adjugé | CHF | 10'400 |
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