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OPPENHEIM, MERET

Berlin 1913 - 1985 Basel

"Wolke".


Öl auf Leinwand, mgr. u. dat. "X." (19)63 u.r., verso Atelier-Stpl. sowie a. Keilrahmen betitelt u. num. "M72",
92x68,5 cm

(Bitte scrollen Sie nach unten für die deutsche Version.)

This painting belongs to a series of drawings, reliefs, objects and paintings created since 1963. In these works, the artist dealt with motifs such as clouds, sky and stars (cf. Bice Curiger, Meret Oppenheim. Spuren durchstandener Freiheit, with a complete catalogue raisonné edited by Dominique Bürgi, Zurich 1984 (2nd edition), no. M 66-71, 73-85f).

The work on offer is a work personally signed by the artist. It was in her atelier in Berne at the time of her death in November 1985. After her passing, the work catalogue compiled by the artist since 1975 was supplemented by Dominique Bürgi. The works found in the studios in Berne and Paris were examined in collaboration with Hans Christoph von Tavel, the director of the Kunstmuseum Berne at the time. Some of these works were considered unfinished or rejected by the artist and "refused". These works have a rubber stamp imprint "Atelier M.O." on the reverse. The work at hand belongs to this category (no. 72).

We thank Dr. Dominique Bürgi for the oral information.

 

 

Als Tochter eines deutschen Arztes und einer Schweizerin wuchs Meret Oppenheim in liberal-bürgerlichem Milieu auf und lernte schon früh bei ihren Grosseltern in Carona bekannte Künstler kennen. Von Paul Klees Werken beeindruckt, verliess sie mit 18 Jahren die Schule und brach mit Irene Zurkinden nach Paris auf. Im Künstlerviertel Montparnasse machte sie die Bekanntschaft mit Alberto Giacometti und Pablo Picasso und unterhielt mit Max Ernst 1934 eine leidenschaftliche Affäre. Entscheidend für die Steigerung ihres Bekanntheitsgrades sollte die Begegnung mit Man Ray werden, der die für ihre Schönheit berühmte Meret in einer Fotoserie verewigte. Ein künstlerischer Grosserfolg war die Pelztasse, mit der sie an einer Surrealisten-Ausstellung teilnahm und die vom Museum of Modern Art in New York angekauft wurde. 1954 bezog Meret Oppenheim ein Atelier in Bern, wo sie mit einer Brunnenskulptur auf dem Waisenhausplatz ein markantes Zeugnis ihres Schaffens hinterliess. Ihre oft technische Grenzen überschreitenden Materialarbeiten stellen einen der gewichtigsten Beiträge zum Surrealismus in der Schweiz dar.

Das angebotene Gemälde gehört in eine ab 1963 entstandene Werkreihe von Zeichnungen, Reliefs, Objekten und Gemälden, in denen sich die Künstlerin mit Motiven wie Wolken, Himmel und Gestirnen auseinandersetzte (Vgl. Bice Curiger, Meret Oppenheim. Spuren durchstandener Freiheit, mit einem vollständigen Werkverzeichnis bearbeitet von Dominique Bürgi, Zürich 1984 (2.Auflage), Nrn. M 66-71,73-85f).

Beim vorliegenden Werk handelt es sich um ein eigenhändig signiertes Werk der Künstlerin, das sich zum Zeitpunkt ihres Todes im November 1985 in ihrem Berner Atelier befand. Nach ihrem Tod wurde das ab 1975 von der Künstlerin geführte Werkverzeichnis von Dominique Bürgi ergänzt. In den Ateliers in Bern und Paris vorgefundene Arbeiten wurden in Zusammenarbeit mit Hans Christoph von Tavel, dem damaligen Direktor des Kunstmuseums Bern, überprüft. Ein Teil dieser Arbeiten wurde als unvollendet oder als von der Künstlerin verworfen betrachtet und "refüssiert". Diese Arbeiten tragen auf der Rückseite einen Gummistempel-Abdruck "Atelier M.O.". Das vorliegende Werk gehört in diese Kategorie (unter Nr. 72).

Wir danken Frau Dr. Dominique Bürgi für die mündliche Auskunft.

Estimación CHF 30'000
EUR 28'037
USD 31'250

Hora de la subasta: 10 mayo 2019 aprox. 20:15 (+/- 45 min)
El precio de salida es un precio que se fija, por regla general, entre la 1/2 y los 2/3 del precio estimativo. Aceptamos ofertas por escrito o por teléfono, previo registro, por fax al +41 31 560 10 70 o por correo.
© Dobiaschofsky Auktionen AG 2019
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