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TRAFFELET, FRIEDRICH

1897 Bern 1954

Soldat im winterlichen Wald.


Öl auf Leinwand,
sig. u.r.,
125x230 cm

Eine grossformatige Studie (Kohle, sig., dat. "Mai 1944" u. gewidmet u.r., 93x188 cm, gerahmt) zum vorliegenden Gemälde liegt dem Werk bei.

Provenienz: Hans Hubacher, Bern.

Ausstellung: Friedrich Traffelet 1897-1954. Soldatenbilder, Schloss Jegenstorf, 4. August - 15. Oktober 1989.

Friedrich Traffelet wurde 1897 in eine Berner Handwerkerfamilie hineingeboren. Parallel zu seiner Lehre als Dekorationsmaler im väterlichen Betrieb besuchte er 1914-1916 die Berner Kunstgewerbeschule. 1917 wechselte er an die Kunstgewerbeschule in Zürich und schloss Freundschaft mit Martin Lauterburg und Walter Plattner. 1919/20 weilte er in Paris und nahm Zeichen- und Malunterricht an der Académie de la Grande Chaumière und an der Académie Julian. Gleichzeitig setzte er sich im Louvre mit den Werken von Paul Cézanne und Henri de Toulouse-Lautrec auseinander und lernte den Winterthurer Maler Hans Schoellhorn kennen. Zurück in Bern, heiratete er 1922 die Tessinerin Alice Rondi und übernahm das Atelier des verstorbenen Wilhelm Balmer. Im Gefolge von zahlreichen Studienreisen durch England, Frankreich, Italien, Holland und Belgien entstand ein umfangreiches, naturalistisch und von erdigen Farbnuancen geprägtes Frühwerk mit Porträts, Stillleben, Landschaften, Akten und Genrebildern. 1933 begleitete Traffelet das Gebirgs-Infanterie-Bataillon 23 als "peintre militaire". In diesem Rahmen schuf er zahlreiche "Soldatenbilder", die aufgrund ihres lebendigen Realismus' und ihrer Schilderung des Armeealltages rasch an Popularität gewannen und dem Berner eine Fülle von Aufträgen bescherten. 1935 erschien zudem sein Essay "Ich bin Soldat und bleib Soldat". Während seines Aktivdienstes wurde Traffelet zum Interniertenmaler abkommandiert, woraufhin er 1940-1945 Soldatenbilder von Franzosen, Polen und Spahis anfertigte, die heute zu seinen besten Arbeiten zählen. Traffelets Spätwerk, das von einem freieren Pinselduktus und einer aufgehellten Farbpalette geprägt ist, umfasst eine Grosszahl von Historienbildern, Porträts und Landschaften mit Bezug zur Berner Militärgeschichte. In diesem Zusammenhang entstand 1953 sein Beitrag zur 800-Jahr-Feier von Bern, der in 30 Festzugsbildern bestand. Traffelets durchwegs patriotisch durchdrungenes Oeuvre legt Zeugnis ab von der Faszination und Vorliebe des Künstlers für Armee und Heimat im Zusammenhang mit der geistigen Landesverteidigung.

Beim vorliegenden, um 1944/45 entstandenen grossformatigen Gemälde dürfte es sich um Traffelets letztes Soldatenbild handeln, da nach 1945 keine weiteren Werke dieser Art von ihm bekannt sind.

Estimación CHF 10'000
EUR 8'333
USD 10'752
Adjudicado por CHF 13'000

Hora de la subasta: 04 mayo 2018 aprox. 19:15 (+/- 45 min)
El precio de salida es un precio que se fija, por regla general, entre la 1/2 y los 2/3 del precio estimativo. Aceptamos ofertas por escrito o por teléfono, previo registro, por fax al +41 31 560 10 70 o por correo.
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